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Luftverschmutzung

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Luftverschmutzung beeinträchtigt die Gesundheit und die Umwelt. Durch den erheblichen Rückgang der Emissionen vieler Luftschadstoffe in den letzten Jahrzehnten konnte die Luftqualität europaweit verbessert werden. Dennoch sind die Luftschadstoffkonzentrationen weiterhin zu hoch, und das Problem der Luftqualität besteht weiterhin. Ein wesentlicher Anteil der europäischen Bevölkerung lebt in Gebieten, ganz besonders in Städten, wo es zu Überschreitungen der Richtwerte für die Luftqualität kommt: Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM) stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. Verschiedene Länder konnten bei einem oder mehr der vier wichtigsten Luftschadstoffe ihre Emissionsgrenzwerte von 2010 nicht einhalten. Die Verringerung der Luftverschmutzung ist daher weiterhin von großer Bedeutung.

Luftverschmutzung ist sowohl ein lokales als auch europaweites und hemisphärisches Problem. Luftschadstoffe, die in einem Land verursacht werden, können in die Atmosphäre gelangen und andernorts zu schlechter Luftqualität führen.

Feinstaub und bodennahes Ozon werden derzeit allgemein als die zwei Schadstoffe betrachtet, die unsere Gesundheit am meisten gefährden. Eine Langzeit- oder Akutbelastung kann zu unterschiedlich schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen, diese reichen von Atemwegserkrankungen bis zum vorzeitigen Tod. In den vergangenen Jahren waren möglicherweise bis zu 40 % der europäischen Stadtbevölkerung Feinstaubkonzentrationen (PM10) ausgesetzt, die über dem aus Gründen des Gesundheitsschutzes festgelegten EU-Grenzwert lagen. Bis zu 50 % der städtischen Bevölkerung waren zudem möglicherweise Ozonkonzentrationen ausgesetzt, die den EU-Zielwert überschritten. Schätzungen zufolge verringert sich die Lebenserwartung in der EU durch Feinstaubpartikel (PM2,5) in der Luft um mehr als acht Monate.

Luftverschmutzung ist schlecht für unsere Gesundheit. Sie verkürzt unsere Lebenserwartung um durchschnittlich acht Monate, in den am stärksten belasteten Städten und Regionen sogar um mehr als zwei Jahre. Die Mitgliedstaaten müssen jetzt rasch dafür sorgen, dass sie die EU-Luftqualitätsnormen einhalten und ihre Schadstoffemissionen senken.

Janez Potočnik, EU-Umweltkommissar.

Luftverschmutzung schädigt auch unsere Umwelt.

  • Die Versauerung ging zwischen 1990 und 2010 erheblich in den sensiblen europäischen Ökosystemen zurück, die Säureablagerungen durch übermäßige Schwefel- und Stickstoffverbindungen ausgesetzt waren.
  • Bei der Eutrophierung, einem Umweltproblem, das durch die übermäßige Einbringung von Nährstoffen in Ökosysteme verursacht wird, wurden weniger Fortschritte erzielt. Die Ausdehnung des Gebietes sensibler Ökosysteme, die von einer Übersättigung durch Luftstickstoff betroffen waren, ist zwischen 1990 und 2010 nur leicht zurückgegangen.
  • Ernteschäden werden durch hohe Ozonkonzentrationen hervorgerufen. Die meisten landwirtschaftlichen Kulturen sind Ozonkonzentrationen ausgesetzt, die die langfristige EU-Zielvorgabe zum Schutz der Vegetation überschreiten. Dazu gehört ein beträchtlicher Anteil landwirtschaftlicher Anbaugebiete, insbesondere in Süd-, Mittel- und Osteuropa.

Die Luftqualität in Europa hat sich nicht immer mit dem allgemeinen Rückgang anthropogener (durch den Menschen verursachte) Emissionen von Luftschadstoffen verbessert. Die Gründe hierfür sind komplex:

  • Es gibt nicht immer eine klare lineare Beziehung zwischen Emissionsrückgang und Schadstoffkonzentrationen in der Luft.
  • Der Transport von Luftschadstoffen aus anderen Ländern der nördlichen Hemisphäre über lange Strecken nach Europa macht sich zunehmend bemerkbar.

Gezielte Bemühungen zur Reduzierung der Emissionen sind daher weiterhin nötig, um die menschliche Gesundheit und die Umwelt in Europa nachhaltig zu schützen.

Luftverschmutzungsquellen

Es gibt verschiedene Luftverschmutzungsquellen, sowohl anthropogenen als auch natürlichen Ursprungs:

  • die Verbrennung fossiler Brennstoffe für Stromerzeugung, Verkehr, Industrie und in Haushalten;
  • industrielle Prozesse und der Einsatz von Lösungsmitteln, zum Beispiel in der chemischen und Mineralstoffindustrie;
  • Landwirtschaft;
  • Abfallbehandlung;
  • Vulkanausbrüche, verwehter Staub, Meersalzversprühung und Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen von Pflanzen sind Beispiele natürlicher Emissionsquellen.

EU-Politik

Langfristiges Ziel der EU ist es, eine Luftqualität zu erreichen, die nicht zu inakzeptablen Belastungen oder Gefährdungen für die Gesundheit oder die Umwelt führt. Die EU ist auf mehreren Ebenen aktiv, um die Belastung durch Luftverschmutzung zu mindern: durch Rechtsvorschriften, durch die Zusammenarbeit mit den für die Luftverschmutzung verantwortlichen Sektoren, durch internationale, nationale und regionale Behörden und durch Forschung. Das Ziel der EU-Politik ist eine geringere Belastung durch Luftverschmutzung, was mittels Emissionsreduktion sowie Grenzwert- und Zielwertvorgaben für eine bessere Luftqualität erreicht werden soll.

Weitere Informationen zur EU-Politik im Bereich Luftverschmutzung

Aktivitäten der EUA

Die Europäische Umweltagentur (EUA) ist das Datenzentrum für Luftverschmutzung der Europäischen Union. Sie unterstützt die Umsetzung verschiedener EU-Richtlinien, die sich mit Emissionen und Luftqualität beschäftigen. Die EUA ist auch an der Bewertung der EU-Politik zur Bekämpfung der Luftverschmutzung und zur Entwicklung langfristiger Strategien zur Verbesserung der Luftqualität in Europa beteiligt.

Die Tätigkeit der EUA konzentriert sich auf:

  • die Veröffentlichung von Daten zur Luftverschmutzung,
  • die Dokumentation und Bewertung von Tendenzen im Bereich der Luftverschmutzung sowie damit zusammenhängende Strategien und Maßnahmen in Europa, und
  • die Untersuchung von Kompromissen und Synergien zwischen Luftverschmutzung und der jeweiligen Politik in verschiedenen Bereichen, darunter Klimawandel, Energie, Verkehr und Industrie

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der EUA

Nützliche Links

Die EUA hat eine Reihe von Links zur Luftverschmutzung veröffentlicht.

Verwandter Inhalt

Siehe auch

Geographic coverage

Europe
Dokumentaktionen

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