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Abfall und Materialressourcen

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Abfall ist ein wichtiges soziales, ökonomisches und Umweltproblem. Zunehmender Konsum und eine wachsende Wirtschaft produzieren weiterhin große Mengen an Abfall – und um diese zu verringern und zu vermeiden, ist immer mehr Aufwand erforderlich. Während früher die einzige Option für Abfälle die Beseitigung war, werden sie heute zunehmend als Ressourcen erkannt. Dies spiegelt sich auch in der veränderten Abfallwirtschaft wider, die sich heute statt der Entsorgung verstärkt dem Recycling und der Verwertung zuwendet.

Abhängig von der Behandlung der Abfälle können diese Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben – durch Emissionen in Luft, Boden, Oberflächen- und Grundwasser. Gleichzeitig können sie auch einen Verlust von stofflichen Ressourcen darstellen (im Hinblick auf Metalle und andere recycelbare Materialien) und sind eine potenzielle Energiequelle.

Abfälle entstehen in allen Stadien des Lebenszyklus von Materialien:

  • Gewinnung (Abfälle aus dem Bergbau)
  • Produktion und Vertrieb (Industrie-, Sonder- und Verpackungsabfälle)
  • Verbrauch von Produkten und Dienstleistungen (Siedlungsabfälle, Elektro- und Elektronikaltgeräte)
  • Behandlung (z. B. Sortierrückstände aus Recyclinganlagen oder Verbrennungsschlacke)

Eine umsichtige Abfallwirtschaft kann die öffentliche Gesundheit und die Umwelt schützen sowie gleichzeitig zum Erhalt natürlicher Ressourcen beitragen.

In der EU wurden 2008 pro Kopf etwa 5,2 Tonnen Abfall erzeugt. Dabei stammt der größte Anteil aus der Bau- und Abbruchindustrie, dem Bergbau sowie der Produktion. Darüber hinaus ist jeder EU-Bürger für rund 444 kg Haushaltsabfälle pro Jahr verantwortlich – Tendenz steigend

Früher waren der wachsende Konsum und der Trend zu kleineren Haushalten wichtige Faktoren für die Zunahme der Siedlungsabfälle. Diese Kausalität scheint aber immer mehr abzunehmen: Die Pro-Kopf-Menge an Hausmüll in den EU-27 stabilisierte sich von 1999 bis 2010. Die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten hinsichtlich der Entwicklung der Abfallerzeugung und des Abfallaufkommens sind dabei enorm.

In der Abfallwirtschaft erlebt die EU einen klaren Wandel: 2010 wurde ein großer Anteil (37 %) der Haushaltsabfälle - ein Zehntel des gesamten in der EU erzeugten Abfalls  - noch auf Deponien gelagert. Heute herrscht jedoch der Trend zu Recycling/Kompostierung (38 %) oder Verbrennung unter Energierückgewinnung (21 %) für verschiedene Abfallströme vor.

Auch die Umwelt profitiert vom Recycling: Durch die Trennung von Abfällen und Deponiemüll werden umweltschädliche Emissionen verringert. Zudem hilft dieses Vorgehen, den Materialbedarf der wirtschaftlichen Produktion zu decken, wodurch weniger Neumaterial gewonnen und aufbereitet werden muss.

Zudem bietet Recycling wichtige wirtschaftliche und soziale Vorteile: Es führt zu wirtschaftlichem Wachstum, fördert Innovation, schafft Arbeitsplätze und trägt dazu bei, die Verfügbarkeit von wichtigen Ressourcen zu sichern. Recycling ist ein entscheidender Aspekt eines wichtigen Ziels der europäischen und globalen Politik: Der Wandel hin zu einer grünen Wirtschaft, die für Wohlstand sorgt und gleichzeitig eine gesunde Umwelt und soziale Gerechtigkeit für heutige und zukünftige Generationen schafft.

Die Abfallverordnungen der EU sollen  der Deponierung entgegentreten und Abfallrecycling und -verwertung fördern. Ein weiterer Faktor für die wachsende wirtschaftliche Bedeutung von Recycling ist der sprunghaft ansteigende Bedarf an Material, besonders in aufstrebenden Märkten in Asien.

EU-Politik

Die jüngsten Rechtsakte und Strategien der EU stellen die Abfallvermeidung in den Mittelpunkt. Das heißt, dass die Abfallerzeugung von Wirtschaftswachstum und ökologischer Degradation entkoppelt werden soll. Beispiele dafür sind die überarbeitete Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG), die thematische Strategie für Abfallvermeidung und -recycling und das sechste Umweltaktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft (UAP).

Die Abfallrahmenrichtlinie stellt den allgemeinen Rahmen für Abfallvermeidung und -wirtschaft in der EU dar. Sie führt grundlegende Konzepte und deren Definition ein und legt Prinzipien für die Abfallwirtschaft fest, wie beispielsweise die Abfallhierarchie (Abb. 1), wobei Abfallvermeidung die bevorzugte Option darstellt.

Waste Prevention = Abfallvermeidung; Preparing for Re-use = Wiederverwendung; Recycling = Recycling, Other Recovery = Verwertung; Disposal = Beseitigung

Abbildung 1: Abfallhierarchie

Die Abfallrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten bis zum 12. Dezember 2013 zur Erstellung von Abfallvermeidungsprogrammen. Die EUA wurde aufgefordert, den Fortschritt der Staaten bei der Erstellung und Einrichtung solcher Programme zu überwachen.

Die Richtlinie legt zudem ehrgeizige Recyclingziele für Haushaltsabfälle aus Papier, Metall, Kunststoff und Glas sowie für Bau- und Abbruchabfälle fest.

Des Weiteren setzt die EU-Gesetzgebung strenge Anforderungen für Deponien und Verbrennungsanlagen: Die meisten Maßnahmen zur Abfallbehandlung werden von der Richtlinie über Abfalldeponien (1999/31/EG), der Richtlinie über die Verbrennung von Abfällen (2000/76/EG) und der Richtlinie über Industrieemissionen (2010/75/EU) geregelt. Für spezielle Abfallströme (z. B. Verpackungsmüll, Altfahrzeuge sowie elektrische und elektronische Altgeräte) wurde die Abfallhierarchie in konkrete Ziele für Recycling und/oder Verwertung übersetzt.

Ein Denken in Lebenszyklen bei der Entwicklung von Gesetzen stellt sicher, dass die Auswirkungen von Anfang bis Ende berücksichtigt werden. So können keine Folgen „vertuscht“ werden, indem sie in andere Länder oder in andere Produktions- oder Konsumphasen übertragen werden.

EUA-Aktivitäten

Die Beurteilungen der EUA zu Abfall dienen zur Unterstützung der Entwicklung politischer Strategien für nachhaltigen Verbrauch und nachhaltige Produktion - einschließlich der Umsetzung thematischer Strategien für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, für Abfallvermeidung und für Abfallrecycling. Dies schließt auch den Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa mit ein.

Die Aktivitäten umfassen:

Die EUA-Gruppe „Nachhaltiger Verbrauch und nachhaltige Produktion“ leitet die Arbeit der Umweltagentur zum Thema Abfall. Die Aktivitäten werden durch die Zusammenarbeit mit dem Themenzentrum für Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion der EUA (ETC/SCP) und dem Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzwerk Eionet der EUA durchgeführt. Eurostat sammelt Abfalldaten und betreibt seit 2008 das Umweltdatenzentrum für Abfälle.

Ausblick

Die EUA wird die Europäische Kommission und das Europäische Parlament sowie die EUA-Mitgliedstaaten und kooperierenden Länder durch mehrere neue Abfall-Indikatoren und mit einem Konzept für die Erneuerung der Programme zur Abfallprävention unterstützen. Zudem wird sie neue Analysen zu Deponiesteuern, grenzüberschreitender Verbringung von Abfällen sowie zum Ressourcenpotenzial für wichtige Metalle bei Elektronikaltgeräten in Europa erstellen. Diese Aktivitäten sollen zu einer besseren Implementierung der Abfallpolitik in der EU beitragen. Das Thema Abfall ist zudem eine der obersten Prioritäten in den internationalen Kooperationsprojekten der EUA mit europäischen Nachbarländern.

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