Klimaschutz

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Seite Zuletzt geändert 17.01.2017 12:30
Der Klimawandel findet bereits statt: Die Temperaturen steigen, die Niederschlagsmuster verschieben sich, Gletscher und Schnee schmelzen und der globale mittlere Meeresspiegel steigt. Ein Großteil der Erwärmung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die durch menschliche Aktivitäten verursachte Zunahme der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre zurückzuführen. Zur Eindämmung des Klimawandels müssen wir diese Emissionen reduzieren oder vermeiden.

Um die schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden, haben die Unterzeichnerstaaten des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) vereinbart, den Anstieg der durchschnittlichen globalen Oberflächentemperatur seit vorindustrieller Zeit auf weniger als 2 °C zu begrenzen. Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels ist es, dass die globalen Treibhausgasemissionen baldmöglichst ihren Höchststand erreichen und anschließend rasch zurückgehen. Bis 2050 sollen die weltweiten Emissionen um 50 % gegenüber den Werten des Jahres 1990 gesenkt und anschließend vor Ende des Jahrhunderts Klimaneutralität erreicht werden. Die EU unterstützt das UNFCCC Ziel und ist bestrebt, die  Treibhausgasemissionen der EU bis 2050 um 80 - 95 % gegenüber den Werten des Jahres 1990 zu reduzieren. Bei der Festlegung dieser hohen Reduktionsziele wurde berücksichtigt, dass die Entwicklungsländer in geringerem Umfang zur Senkung ihrer Emissionen verpflichtet sind.

Einleitung

Treibhausgase entstehen sowohl durch natürliche Prozesse als auch durch menschliche Aktivitäten. Das wichtigste natürliche Treibhausgas in der Atmosphäre ist Wasserdampf. Menschliche Aktivitäten verursachen jedoch große Mengen anderer Treibhausgase, wodurch die Konzentrationen dieser Gase in der Atmosphäre steigen, was wiederum den Treibhauseffekt verstärkt und eine Erwärmung des Klimas bewirkt. Die wichtigsten Quellen durch den Menschen verursachter Treibhausgase sind:

  • Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl und Gas) in den Bereichen Stromerzeugung, Verkehr, Industrie und Haushalte (CO2);
  • Landwirtschaft (CH4) und Landnutzungsänderung, z. B. Entwaldung (CO2);
  • Abfalldeponien (CH4);
  • Verwendung industrieller fluorierter Gase.

EU Maβnahmen

Die EU hat mehrere Maβnahmen zur Senkung von Treibhausgasemissionen ergriffen. Nachdem die EU ihr im Kyoto-Protokoll festgelegtes Ziel für den Zeitraum 2008-2012 erreicht hatte, beschloss die EU ein Reduktionsziel für Treibhausgasemissionen von 20 % bis 2020 im Vergleich zum Jahr 1990. Um dieses Ziel – eine der wichtigsten Zielvorgaben der Strategie Europa 2020 – zu erreichen, wurden auf EU-Ebene eine Obergrenze für das EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) und im Rahmen der Entscheidung über die Lastenteilung (Effort Sharing Decision) individuelle nationale Emissionszielvorgaben für die Sektoren festgelegt, die nicht unter das EU-EHS fallen. Parallel dazu hat die EU Rechtsvorschriften verabschiedet, um die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse zu steigern und die Energieeffizienz eines breiten Spektrums von Geräten und Haushaltsgeräten zu verbessern. Die EU strebt ferner an, die Entwicklung von Technologien zur Kohlenstoffsequestrierung zu fördern, um CO2-Emissionen aus Kraftwerken und anderen großen Anlagen abzuscheiden und zu speichern.

Innerhalb eines Rahmens klima- und energiepolitischer Strategien für das Jahr 2030, hat sich die EU verpflichtet, die Emissionen innerhalb der EU bis 2030 um mindestens 40 % im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. Dabei handelt es sich um ein verbindliches Ziel. Dasselbe Ziel verfolgt die Europäische Energieunion, die es zum Ziel hat sicherzustellen, dass Europa sichere, bezahlbare und klimaverträgliche Energie zur Verfügung hat.

Aktivitäten der Europäischen Umweltagentur

Die Europäische Umweltagentur, EUA, stellt Informationen zum Klimawandel in Europa bereit und unterstützt auf diese Weise die Umsetzung von Rechtsvorschriften zur Eindämmung des Klimawandels in Europa, die Bewertung von EU Maβnahmen und die Erarbeitung langfristiger Strategien zur Eindämmung des Klimawandels. Bei ihren Informationen (Daten, Indikatoren, Bewertungen und Projektionen ) setzt die EUA den Schwerpunkt auf Trends bei Treibhausgasemissionen, auf Projektionen und auf Strategien und Maßnahmen in Europa.

Die EUA arbeitet eng mit der Europäischen Kommission (GD Klimapolitik, Gemeinsame Forschungsstelle, Eurostat) sowie mit Experten ihres europäischen Themenzentrums zur Eindämmung der Luftverschmutzung und des Klimawandels (ETC/ACM) und mit ihrem Ländernetzwerk EIONET zusammen.

Die wichtigsten Aktivitäten und Produkte umfassen die jährliche Zusammenstellung und Veröffentlichung des Treibhausgasinventars der Europäischen Union und die jährliche Bewertung der Fortschritte, die die EU und die europäischen Länder auf dem Weg zur Erreichung ihrer Klima- und Energieziele gemacht haben.

Die EUA ist das europäische Datenzentrum für Treibhausgasemissionen. Sie stellt auch eine Datenbank für Strategien und Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels zur Verfügung.

Weiterführende Links:

Zwischenstaatlicher Sachverständigenrat für Klimafragen

Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen

Europäische Kommission, Generaldirektion Klimapolitik

European Topic Centre on Air Pollution and Climate Change Mitigation (Europäisches Themenzentrum zur Eindämmung der Luftverschmutzung und des Klimawandels)

 


 

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