Europäische Badegewässer weiterhin von hoher Qualität

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Press Release Veröffentlicht 13.05.2015 Zuletzt geändert 03.06.2016 17:02
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95 % der überwachten Badegewässer in der Europäischen Union haben 2014 die Mindestanforderungen an die Wasserqualität erfüllt. An 83 % der Standorte (nahezu 1 % mehr als im Jahr 2013) war die Wasserqualität ausgezeichnet.

 Image © Environmental Health Directorate, Malta

Ich freue mich darüber, dass die Qualität der europäischen Badegewässer nach wie vor hoch ist und sich weiterhin verbessert. Das zeigt, dass unsere Lebensqualität durch ehrgeizige, konkrete und gut durchgeführte Maßnahmen verbessert werden kann.

Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA

Alle Badegewässer in Zypern, Luxemburg und Malta erhielten die Bestnote. Die nächstplatzierten Länder mit ausgezeichneter Badewasserqualität sind Griechenland (97 %), Kroatien (94 %) und Deutschland (90 %). Europaweit verfehlten nur knapp 2 % der Badeorte die in der Badegewässerrichtlinie festgelegten Mindeststandards für Wasserqualität und wurden als „mangelhaft“ eingestuft.

Die Ergebnisse sind dem jährlichen Bericht über die Qualität der Badegewässer der Europäischen Umweltagentur (EUA) und der Europäischen Kommission zu entnehmen, in dem für 2014 die Qualität der Badegewässer in über 21 000 Küsten- und Binnenbadeorten in der EU, der Schweiz und Albanien verglichen wurde. Zusammen mit dem Bericht hat die EUA eine interaktive Karte veröffentlicht, die die Ergebnisse für jeden Badeort zeigt.

Karmenu Vella, für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, erklärte: „Wir alle suchen manchmal Erholung am Wasser. Saubere und sichere Badegewässer sind wichtig, um gesund zu bleiben, und die gute Nachricht ist, dass diese Gewässer immer besser werden. Wenn Sie das nächste Mal schwimmen gehen, können Sie das in dem Bewusstsein tun, dass die EU einen Beitrag zur Sauberkeit und Sicherheit der Gewässer geleistet hat.“

Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA, führte aus: „Ich freue mich darüber, dass die Qualität der europäischen Badegewässer nach wie vor hoch ist und sich weiterhin verbessert. Das zeigt, dass unsere Lebensqualität durch ehrgeizige, konkrete und gut durchgeführte Maßnahmen verbessert werden kann.“

Badegewässer 2014: Wichtigste Ergebnisse

  • Während mehr als 95 % der Badeorte die Mindestanforderungen erfüllten, wurden 83 % sogar als „ausgezeichnet“ eingestuft. Lediglich 409 Orte, d. h. weniger als 2 % der Gesamtzahl, weisen eine mangelhafte Badewasserqualität auf.
  • Die höchste Zahl der Badegebiete mit schlechter Wasserqualität ist in Italien (107 Badegebiete, 2 %), Frankreich (105 Badegebiete, 3 %) und Spanien (67 Badegebiete, 3 %) zu verzeichnen.
  • Küstenorte erzielen im Allgemeinen gute Ergebnisse: Nahezu 97 % solcher Badeorte in der EU erfüllen die Mindestanforderungen, und mehr als 85 % werden als „ausgezeichnet“ eingestuft. Allen Küstenstränden in Slowenien, Malta und Zypern wurde eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt.
  • Im Vergleich dazu erfüllen 91 % der Badegebiete an Binnengewässern (Seen und Flüsse) mindestens die Mindestanforderungen, und mehr als 78 % sind von ausgezeichneter Qualität. In Luxemburg und Bulgarien erhielten alle Badegebiete an Binnengewässern die Note „ausgezeichnet“, gefolgt von Dänemark, wo 95 % der Badeseen von ausgezeichneter Qualität waren. In Deutschland sind 92 % der nahezu 2000 Badegebiete an Binnengewässern von ausgezeichneter Qualität.

Hintergrund

Lokale Behörden entnehmen an ausgewählten Badeorten während der gesamten Badesaison Wasserproben. Anschließend werden die Proben auf zwei Arten von Bakterien untersucht, die auf eine Verunreinigung durch Abwässer oder tierische Exkremente schließen lassen. Verunreinigtes Wasser kann, wenn es geschluckt wird, die Gesundheit beeinträchtigen und beispielsweise Erbrechen und Durchfall verursachen 

Je nach der bakteriellen Belastung wird die Qualität der Badegewässer als „ausgezeichnet“, „gut“, „ausreichend“ oder „mangelhaft“ eingestuft. Die EUA erstellt den Jahresbericht auf der Grundlage von Daten aus der vorausgegangenen Badesaison. Der diesjährige Bericht fasst somit im Sommer 2014 gesammelte Daten zusammen, die Hinweise auf die 2015 zu erwartende Qualität der Badegewässer geben.

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