Benutzerspezifische Werkzeuge

Mitteilungen
Benachrichtigungen über neue Berichte und Produkte erhalten. Häufigkeit: 3-4 E-Mails/Monat
Abonnements
${Melden Sie sich an}, um unsere Berichte (gedruckte und/oder elektronische Fassung) und unseren vierteljährlichen elektronischen Newsletter zu erhalten.
Folgen Sie uns
Twitter Icon Twitter
Facebook-Symbol Facebook
YouTube-Symbol YouTube-Kanal
RSS-Logo RSS-Feeds
Mehr

Write to us Write to us

For the public:


For media and journalists:

Contact EEA staff
Contact the web team
FAQ

Call us Call us

Reception:

Phone: (+45) 33 36 71 00
Fax: (+45) 33 36 71 99


Nächste
Vorherige
Objekte

Weiter zum Inhalt | Springe zur Navigation

Sound and independent information
on the environment

Sie sind hier: Startseite / Themen / Industrie / Industrie – Einführung

Industrie – Einführung

Sprache ändern
Die Umweltleistung der europäischen Industrie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aus mehreren Gründen verbessert: strengere Umweltgesetze, verbesserte Energieeffizienz, eine allgemeine Tendenz der europäischen Industrie, sich von bestimmten schweren und stark umweltschädlichen Arten der Produktion abzuwenden, sowie die Teilnahme der Unternehmen an freiwilligen Programmen zur Verringerung ihrer Umweltauswirkungen. Trotz dieser Verbesserungen stellt die Industrie auch heute noch eine große Belastung für unsere Umwelt dar, wenn es um die Umweltverschmutzung und die durch den Sektor erzeugten Abfälle geht.

Europa verdankt der Industrie viele wichtige wirtschaftliche und soziale Vorteile: Sie produziert Waren und Güter, schafft Arbeitsplätze und sorgt für Steuereinnahmen. Auf der anderen Seite sind die größten europäischen Industrieanlagen jedoch auch verantwortlich für einen großen Anteil der Gesamtemissionen an maßgeblichen Luftschadstoffen und Treibhausgasen sowie für andere wichtige Umwelteinflüsse, wie z. B. Freisetzung von Schadstoffen in Wasser und Boden, Abfallerzeugung und Energieverbrauch.

EU-Politik

In der EU unterliegt die Industrie schon seit vielen Jahren einer gesetzlichen Regulierung. Verschiedene Gesetze begrenzen die schädlichen Einflüsse der industriellen Aktivitäten auf die Gesundheit des Menschen und die Umwelt und fördern nachhaltige Verfahren. 2010 beschloss die EU die Industrieemissionsrichtlinie. Diese verpflichtet die Betreiber großer Industrieanlagen, umweltschädliche Emissionen in die Atmosphäre, Wasser und Boden sowie die Erzeugung von Abfällen aus industriellen oder landwirtschaftlichen Anlagen zu vermeiden oder zu minimieren. Daher benötigen rund 52 000 Industrieanlagen eine integrierte Genehmigung von den Behörden in den EU-Mitgliedstaaten.

Das Europäische Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister (E-PRTR) ist das umfassendste europäische Register zum Thema Umweltverschmutzung durch großindustrielle Tätigkeiten. Es wird jährlich aktualisiert und enthält Informationen zu etwa 29 000 Industrieanlagen in ganz Europa. Erfasst werden dabei die Mengen von Schadstofffreisetzungen in Luft, Wasser und Boden sowie die Verbringung von Abfällen und Schadstoffen außerhalb des Standortes in Abwässer.

Das EU Emissions Trading System (EU ETS) – europäisches Emissionshandels-System -  ist ein Eckpfeiler der europäischen Politik im Kampf gegen Klimawandel und das zentrale Instrument für die kosteneffektive Reduzierung industrieller Treibhausgasemissionen. Es umfasst etwa 11 000 Kraftwerke und Industrieanlagen in 30 Ländern.

Initiativen der Industrie

Durch die Einführung von Nachhaltigkeitskriterien soll die Verringerung der Auswirkungen der Industrie auf die Umwelt unterstützt werden. Beispiele für solche Industrieinitiativen sind die weit verbreitete Einführung von Umweltmanagementverfahren durch das europäische Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) und ISO 14001 sowie freiwillige Unternehmensinitiativen zur sozialen Verantwortung wie die Responsible Care-Initiative der Chemieindustrie, die Global e-Sustainability Initiative (GeSI) und die Materials Stewardship Policy des International Council on Mining & Metals.

EUA-Aktivitäten

Die Arbeit der EUA zum Thema Industrie umfasst verschiedene Aktivitäten zur Erfassung und Bewertung von Daten über den Industriesektor: Großfeuerungsanlagen, das E-PRTR und das EU ETS. 2012 wird die EUA ihr Tätigkeitsspektrum erweitern und auch die Berichterstattung von Daten zu ozonabbauenden Stoffen und fluorierten Gasen durch die Länder koordinieren.

Ausblick

Zwei der sieben Leitinitiativen der Strategie Europa 2020 sind für die Industrie von besonderer Bedeutung: Ein ressourcenschonendes Europa und Eine Industriepolitik für das Zeitalter der Globalisierung. Erstere behandelt Maßnahmen zur Entkopplung des Wirtschaftswachstums von der Ressourcennutzung, den Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Die zweite konzentriert sich auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – besonders für kleine und mittelständische Unternehmen – und die gleichzeitige Unterstützung der Entwicklung einer starken und nachhaltigen Industriebasis. In diesem Zusammenhang hat die Kommission im Oktober 2011 eine neue Strategie für die soziale Verantwortung der Unternehmen veröffentlicht.

Der Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und für eine nachhaltige Industriepolitik von 2008 enthält auch eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung der Umweltauswirkungen von Produkten und zur Förderung der Nachfrage nach nachhaltigeren Waren und Herstellungstechnologien. Zudem will er die Industrie in der EU dazu motivieren, die Innovations-Chancen zu nutzen, beispielsweise durch nachhaltige Produktpolitik und Ökoinnovationen.

In den kommenden Jahren wird sich die Europäische Kommission auf die bessere Implementierung der Gesetze konzentrieren, besonders im Hinblick auf die Industrieemissionsrichtlinie. Dazu wird sie Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Technologien (BVT) verabschieden, die die mit den BVT verbundenen Emissionsgrenzwerte enthalten, Umweltinspektionspläne für die entsprechenden Anlagen einführen und die Emissionsgrenzwerte der Richtlinie umsetzen. Dies betrifft insbesondere die Grenzwerte für Großfeuerungsanlagen, die strenger sind als die in der Richtlinie zu Großfeuerungsanlagen (LCP Richtlinie 2001/80/EC) enthaltenen Vorgaben.

2012 wird die Kommission den Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und für eine nachhaltige Industriepolitik sowie eine mögliche Erweiterung der zugehörigen Ökodesign-Richtlinie prüfen. Im Kontext der Strategie Europa 2020 ist die Einführung eines Aktionsplans zu Ökoinnovationen, der die Kommerzialisierung und den Einsatz von wichtigen Umwelttechnologien sichern soll, vorgesehen.

Weiterführende Links

Geographical coverage

[+] Show Map

Dokumentaktionen

Kommentare

Jetzt anmelden!
Benachrichtigungen über neue Berichte und Produkte erhalten. Derzeit haben wir 33088 Abonnenten. Frequenz: 3-4 E-Mails pro Monat.
Benachrichtigungsarchiv
Folgen Sie uns
 
 
 
 
 
Europäische Umweltagentur (EUA)
Kongens Nytorv 6
1050 Kopenhagen K
Dänemark
Telefon: +45 3336 7100