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Höchste Recyclingraten in Österreich und Deutschland – das Vereinigte Königreich und Irland holen jedoch am schnellsten auf

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Österreich, Deutschland und Belgien haben im Jahr 2010 in Europa am meisten Siedlungsabfall recycelt. Wenngleich einige Länder schnell ansteigende Recyclingraten verzeichnen, verschwendet Europa durch die Entsorgung über Abfalldeponien noch immer enorme Mengen wertvoller Ressourcen. Außerdem laufen viele Länder Gefahr, die gesetzlich festgelegten Recyclingziele nicht zu erreichen.

 Image © James Hadfield

Mit dem Aufbau von Infrastruktur, Anreizen und Kampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit haben  einige Länder es in einem relativ kurzen Zeitraum es geschafft, eine Recyclingkultur zu fördern. Allerdings liegen andere noch immer zurück, sodass enorme Mengen von Ressourcen verschwendet werden.

Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA

Insgesamt wurden in Europa im Jahr 2010 35 % der Siedlungsabfälle recycelt, was gegenüber 23 % im Jahr 2001 eine erhebliche Verbesserung darstellt. Allerdings werden viele Länder enorme Schwierigkeiten haben, die von der EU vorgeschriebenen Ziele zum Recyceln von 50 % des Hausmülls und ähnlicher Abfälle bis 2020 zu erfüllen. Die Informationen stammen aus einem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA), der die Entsorgung von festen Siedlungsabfällen, die hauptsächlich aus Hausmüll bestehen, in den 27 Mitgliedstaaten der EU, Kroatien, Island, Norwegen, der Schweiz und der Türkei untersucht.

Fünf Länder haben das Ziel bereits erreicht, die meisten anderen Länder müssen jedoch außergewöhnliche Anstrengungen unternehmen, um dieses Ziel vor Ablauf der Frist zu erreichen. Zum Beispiel recyceln Bulgarien und Rumänien offenbar derzeit nur einen geringen Anteil der Siedlungsabfälle, sodass sie zur Erfüllung des Ziels bis 2020 ihre Recyclingtätigkeiten in diesem Jahrzehnt um mehr als 4 Prozentpunkte pro Jahr erhöhen müssen – und dies hat zwischen 2001 und 2010 noch kein Land geschafft.

Das Vereinigte Königreich hat den Anteil der recycelten Siedlungsabfälle zwischen 2001 und 2010 von 12 auf 39 % erhöht, Irland die Recyclingraten im gleichen Zeitraum von 11 auf 36 %. Slowenien, Polen und Ungarn haben ihre Recyclingraten seit ihrem EU-Beitritt ebenfalls erheblich verbessert.

Die Recyclingraten sind mit 63 % in Österreich am höchsten, gefolgt von Deutschland (62 %), Belgien (58 %), den Niederlanden (51 %) und der Schweiz (51 %). Neben dem Hauptbericht hat die EUA auch einzelne Länderberichte veröffentlicht.

Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA, erklärt dazu: „Mit dem Aufbau von Infrastruktur, Anreizen und Kampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit haben  einige Länder es in einem relativ kurzen Zeitraum es geschafft, eine Recyclingkultur zu fördern. Allerdings liegen andere noch immer zurück, sodass enorme Mengen von Ressourcen verschwendet werden. Die aktuelle intensive Nachfrage nach bestimmten Materialien sollte die Länder auf die klaren wirtschaftlichen Chancen im Bereich Recycling aufmerksam machen."

Der Bericht der EUA ist vor allem deshalb von Bedeutung, weil Siedlungsabfälle primär in der Verantwortung des öffentlichen Sektors liegen und angesichts der aktuellen Wirtschaftslage in vielen Mitgliedstaaten der EU ein zusätzlicher Schwerpunkt darauf gelegt werden muss, wie die politischen Ziele am kostenwirksamsten erreicht werden können.

Der Bericht unterstützt die Bemühungen der Europäischen Kommission, den EU-Mitgliedsstaaten bei einer verbesserten Bewirtschaftung von Siedlungsabfällen zu helfen. Er wird heute in Brüssel im Rahmen eines Seminars zu Politikinstrumenten und Infrastruktur zur verbesserten Siedlungsabfallwirtschaft vorgestellt.

Weitere Ergebnisse

  • Laut Bericht klettert Europa die „Hierarchie der Abfallwirtschaft“ erfolgreich hinauf, wenn auch langsamer als per Gesetz vorgeschrieben. Die Menge der über Deponien entsorgten Abfälle hat seit 2001 abgenommen, wobei Europa gleichzeitig die Menge der verbrannten, kompostierten und recycelten Abfälle erhöht hat.
  • Recycling kann Treibhausgase reduzieren und wertvolle Ressourcen einsparen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass recycelte Wertstoffe Rohstoffe ersetzen. Berücksichtigt man den Lebenszyklus der Abfälle, so hat der Wandel bei der Entsorgung von Siedlungsabfällen zwischen 2001 und 2010 erfolgreich zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus Siedlungsabfällen um 56 % oder 38 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent in der EU, Norwegen und der Schweiz beigetragen, so der Bericht.
  • An sich ist die Abfallvermeidung die oberste Priorität der EU-Abfallgesetzgebung. Das von jedem EU-Bürger erzeugte Siedlungsabfallaufkommen fiel zwischen 2001 und 2010 um 3,6 %. Allerdings kann dies auf die wirtschaftliche Rezession zurückzuführen sein, da das Pro-Kopf-Abfallaufkommen zwischen 2001 und 2007 recht stabil war.
  • Das Siedlungsabfallaufkommen eines slowakischen Durchschnittsbürgers nahm zwischen 2001 und 2010 um 39 % zu, während die Norweger und Kroaten ihre jährlichen Siedlungsabfälle um 30 bzw. 25 % erhöhten. Am anderen Ende der Skala haben mehrere Länder das von ihnen erzeugte Pro-Kopf-Abfallaufkommen verringert – darunter Bulgarien (Verringerung um 18 %), Estland (17 %), Slowenien (12 %) und das Vereinigte Königreich (12 %).
  • Norwegen, Irland und Polen haben den über Deponien entsorgten Abfallanteil zwischen 2001 und 2010 am stärksten reduziert.
  • Die verbesserten Recyclingraten beruhen hauptsächlich auf Tendenzen zum Recyceln von Wertstoffen, wobei beim Recyceln von Bioabfall weniger Fortschritte zu verzeichnen sind.
  • Länder, die ihr über Deponien entsorgtes Abfallaufkommen erfolgreich verringert und das Recycling erhöht haben, nutzten in der Regel verschiedene nationale und regionale Instrumente. Dazu gehörten Deponieverbote für biologisch abbaubaren Abfall oder Siedlungsabfall, der nicht vorbehandelt wurde, die verbindliche getrennte Sammlung von Siedlungsabfallfraktionen, wirtschaftliche Instrumente wie Deponie- und Verbrennungssteuern sowie Abfallsammlungsgebühren, die Anreize für Recycling schaffen.

Hintergrund

Recycling beinhaltet materielles Recycling (zum Beispiel von Glas, Papier, Metallen und Plastik) sowie Kompostierung. Das Recyclingziel von 50 % gilt für die Mitgliedstaaten der EU, Norwegen und Island. Die Länder können zwischen vier verschiedenen Berechnungsmethoden wählen, um im Hinblick auf die Erfüllung dieses Ziels Bericht zu erstatten. Die EUA hat eine Methode für ihre Analyse gewählt, es sei jedoch darauf hingewiesen, dass andere Methoden zu anderen Ergebnissen führen können.

Außerdem sei darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Recyclingraten in einigen Ländern höher als angegeben sein können, da ihre derzeitige Berichterstattung Verpackungsabfall aus Haushalten ausschließt.  Darüber hinaus können Länder mit sehr niedrigen Recyclingraten einen Ausnahmezeitraum für das Ziel beantragen.

Am 4. März 2013 veröffentlichte Eurostat die Siedlungsabfalldaten für 2011, welche zusätzliche Optionen zur Analyse anbieten. Eurostat nutzt etwas andere Kategorien als die EUA, so dass diese Daten nicht direkt mit der EUA-Analyse vergleichbar sind.

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