Benutzerspezifische Werkzeuge

Mitteilungen
Benachrichtigungen über neue Berichte und Produkte erhalten. Häufigkeit: 3-4 E-Mails/Monat
Abonnements
${Melden Sie sich an}, um unsere Berichte (gedruckte und/oder elektronische Fassung) und unseren vierteljährlichen elektronischen Newsletter zu erhalten.
Folgen Sie uns
Twitter Icon Twitter
Facebook-Symbol Facebook
YouTube-Symbol YouTube-Kanal
RSS-Logo RSS-Feeds
Mehr

Write to us Write to us

For the public:


For media and journalists:

Contact EEA staff
Contact the web team
FAQ

Call us Call us

Reception:

Phone: (+45) 33 36 71 00
Fax: (+45) 33 36 71 99


Nächste
Vorherige
Objekte

Weiter zum Inhalt | Springe zur Navigation

Sound and independent information
on the environment

Sie sind hier: Startseite / Presse / Pressemitteilungen / Grüne Wiesen oder Wirtschaftswachstum – kein Widerspruch für Europa!

Grüne Wiesen oder Wirtschaftswachstum – kein Widerspruch für Europa!

Sprache ändern
Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat heute ihren vierten Bericht „Die Umwelt in Europa – Zustand und Ausblick“ (SOER 2010) veröffentlicht. Der Bericht ist eine umfassende Bestandsaufnahme, wie und warum sich die Umwelt in Europa verändert und was wir dagegen tun. Der SOER 2010 kommt zu dem Schluss, dass ein ganzheitlicher Ansatz für die Umgestaltung Europas hin zu einer ressourceneffizienten grünen Wirtschaft nicht nur zu einer gesunden Umwelt führen, sondern auch den Wohlstand und sozialen Zusammenhalt fördern kann.

Es gibt keine Sofortlösungen – aber Behörden, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger müssen zusammenarbeiten, um neue Wege für eine effizientere Ressourcennutzung zu finden. Die Saat für zukünftige Maßnahmen ist gesät: nun liegt es an uns, sie Wurzeln schlagen und gedeihen zu lassen

Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA.

Die jüngste Bewertung der EUA führt uns vor Augen, dass der weltweite Bedarf an natürlichen Ressourcen für Nahrung, Kleidung, Wohnraum und Personenbeförderung rasant ansteigt. Dieser zunehmende Bedarf übt einen immer stärkeren Druck auf die Ökosysteme, Volkswirtschaften und den sozialen Zusammenhalt in Europa sowie der restlichen Welt aus. Der SOER 2010 bestätigt aber auch, dass gute umweltpolitische Strategien die Umwelt Europas kontinuierlich verbessern, ohne dabei das Wachstumspotenzial zu schmälern.

„Wir verbrauchen mehr natürliche Ressourcen, als das ökologische Gleichgewicht aushält. Dies gilt sowohl für Europa als auch die Erde insgesamt. Der Klimawandel ist das bis dato sichtbarste Symptom dieser Instabilität, eine Reihe globaler Trends lassen jedoch künftig größere systemische Risiken für unsere Ökosysteme befürchten. Die derzeitige Finanzkrise sollte uns als Anlass zu einer Denkpause dienen", so Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA.

Ein komplette Umstellung auf eine ressourceneffiziente grüne Wirtschaft setzt voraus, dass wirklich alle ökologischen Ressourcen – biologische Vielfalt, Boden, Kohlenstoff, Flüsse, Meere und die Luft, die wir atmen – gänzlich in die Produktion, den Verbrauch und globale handelspolitische Entscheidungen einbezogen werden.

„Es gibt keine Sofortlösungen – aber Behörden, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger müssen zusammenarbeiten, um neue Wege für eine effizientere Ressourcennutzung zu finden. Die Saat für zukünftige Maßnahmen ist gesät: nun liegt es an uns, sie Wurzeln schlagen und gedeihen zu lassen“, schließt McGlade.

Der SOER 2010 zeigt überdies auf, dass ein besseres Verständnis der Zusammenhänge zwischen Klimawandel, biologischer Vielfalt, Ressourcennutzung und menschlicher Gesundheit nötig ist und auf welche Weise bestimmte Hilfsmittel wie Raumplanung, Umweltsteuerreform, Vermeidung von Verschmutzung, Vorsorge und Bilanzierung aller Ressourcen den naturkapitalbasierten Ansatz für den Aufbau einer grünen Wirtschaft unterstützen können. 

 

Wichtigste Ergebnisse und Empfehlungen

 

  • Klimawandel: Die Europäische Union hat bei der Verringerung von Emissionen und dem Ausbau erneuerbarer Energien Fortschritte gemacht. 2009 lagen die Emissionen der EU-27 um 17 % unter dem Wert von 1990 und damit schon sehr nahe am Emissionsminderungsziel von 20 % bis 2020. Leider ist dieser positive Trend nicht in allen Sektoren zu verzeichnen. So stiegen die Emissionen der EU-27 aus dem Verkehr zwischen 1990 und 2008 um 24 %.
  • Anpassung an den Klimawandel: Auch wenn Europa alle seine Emissionsreduktionsziele erfüllt und die Staats- und Regierungschefs, die gerade auf dem internationalen Klimagipfel in Cancún (Mexiko) zusammengekommen sind, darin übereinstimmen, dass drastische Maßnahmen notwendig sind, muss sich Europa dennoch an die derzeitigen und künftig zu erwartenden Folgen des Klimawandels anpassen. Ein gewissenhafter Umgang mit den natürlichen Ressourcen kann uns bei der Bewältigung dieser Herausforderungen helfen.
  • Biologische Vielfalt, Ökosysteme und Gesundheit: Natura 2000, ein Netz von Schutzgebieten, das mittlerweile rund 18 % der EU-Landfläche abdeckt, hat zum Schutz gefährdeter Arten und zur Bewahrung von Grünflächen sowie Erholungsgebieten beigetragen. Die Rechtsvorschriften zur Luft- und Wasserqualität haben die Belastungen für die biologische Vielfalt und den Menschen verringert. Andererseits haben die intensivierte Landnutzung, der Verlust von Lebensräumen und die Überfischung jedoch verhindert, dass die EU ihr Ziel für den Erhalt der biologischen Vielfalt bis 2010 erreicht hat.
  • Integrierte Lösungen mit einer globalen Perspektive: Durch das Aufzeigen der zahlreichen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Herausforderungen – ökologischer und anderer Natur - ermutigt uns der SOER-Bericht 2010 übergreifende Maßnahmen in verschiedenen politischen Bereichen zu ergreifen, um so schneller Besserungen zu erwirken und positive Nebenwirkungen zu maximieren (z. B. Minderung des Klimawandels und gleichzeitig Verbesserung der Luftqualität).
  • Ressourceneffizienz: Die Sicherung von Nahrung, Energie und Wasser ist von entscheidender Bedeutung für die Landnutzung, zumal sich die unterschiedlichen Bedarfe aufgrund steigender Nachfrage oftmals entgegenstehen (z. B. Nahrung, Futter und Kraftstoff). Bilanzierung und Preisgestaltung unter weitestgehender Berücksichtigung der Folgen unserer Ressourcennutzung sind notwendig, um  Wirtschaft und Verbraucher auf den Weg einer optimierten Ressourceneffizienz zu bringen.
  • Bürgerbeteiligung: Die Politik allein kann Umwelttrends nicht stoppen oder umkehren. Wir müssen die Anzahl engagierter Bürgerinnen und Bürger, die bemüht sind, durch ihr Verhalten zum Umweltschutz beizutragen durch ihre Einbindung in Datenerhebungen und über soziale Medien erhöhen.

Redaktionelle Hinweise

SOER ist der zentrale Bericht der EUA und erscheint alle fünf Jahre. Er liefert Informationen über den aktuellen Zustand der Umwelt in Europa sowie diesbezügliche Trends und Prognosen und setzt sich mit den Ursachen, Folgen und möglichen Gegenmaßnahmen auseinander. SOER 2010 besteht aus vier Hauptteilen: 1) themenspezifische Bewertungen zentraler Umweltthemen (Klimawandel, biologische Vielfalt, Landnutzung, Luftverschmutzung, Meeresumwelt, Konsum, usw.) unter Angabe relevanter Fakten und Trends, 2) einer Bewertung globaler und für die europäische Umwelt relevanter Megatrends, 3) Länderbeiträge und 4) einem integrierten zusammenfassenden Bericht.

 

Alle SOER-Inhalte sind online unter www.eea.europa.eu/soer abrufbar.

 

Informationen zur Europäischen Umweltagentur (EUA)

Die EUA hat ihren Sitz in Kopenhagen. Ihre Aufgabe besteht darin, durch die rechtzeitige Bereitstellung von sachdienlichen und zuverlässigen themenspezifischen Informationen für politische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit zu einer deutlichen und messbaren Verbesserung der Umwelt in Europa beizutragen.

Mitgliedsländer der EUA: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern. Die sechs Länder des westlichen Balkans sind teilnehmende Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien.

Ansprechpartner

 

Medienanfragen richten Sie bitte an:

 

Fr. Gülçin Karadeniz,

Pressereferentin

Tel.: +45 3336 7172

Mobil: +45 2368 3653 

gulcin.karadeniz@eea.europa.eu

Fr. Iben Stanhardt

Pressereferentin

Tel.: +45 3336 7168
Mobil +45 2336 1381

Iben.stanhardt@eea.europa.eu

 

 

Verwandter Inhalt

Geographical coverage

[+] Show Map

Dokumentaktionen

Kommentare

Jetzt anmelden!
Benachrichtigungen über neue Berichte und Produkte erhalten. Derzeit haben wir 33183 Abonnenten. Frequenz: 3-4 E-Mails pro Monat.
Benachrichtigungsarchiv
Folgen Sie uns
 
 
 
 
 
Kontaktinformation

Für Presseanfragen

Arthur Finn Girling Pressesprecher
Handy: +45 2960 4330

Iben Stanhardt Pressesprecherin
Handy: +45 2336 1381

Flavio Fergnani Media und Multimedia
Handy: +45 2368 3671

Katja Rosenbohm Leiterin Kommunikation
Handy: +45 2364 6454

Für alle anderen Anfragen: EEA Forum

Europäische Umweltagentur (EUA)
Kongens Nytorv 6
1050 Kopenhagen K
Dänemark
Telefon: +45 3336 7100