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1. Einführung

1. EINFÜHRUNG

Umfang des Berichts

Im 5Fünften Umwelt-Aktionsprogramm (5. UAP) erklärt die Europäische Kommission, daß "eine generelle Neubewertung der Situation vorgenommen wird und vor Ende 1995 ein aktualisierter Bericht über den Zustand der Umwelt und die Überprüfung der in diesem Programm dargelegten Politik und Strategie veröffentlicht werden" (EK, 1992). Die Europäische Kommission (GD XI: Generaldirektion Umwelt, nukleare Sicherheit und Katastrophenschutz) hat die Europäische Umweltagentur (EUA) beauftragt, den genannten Bericht über den Zustand der Umwelt zu erstellen und dabei nicht nur eine Aktualisierung des vorhandenen Berichts, sondern auch eine qualitative Bewertung vorzunehmen, ob die bislang getroffenen Maßnahmen ausreichen, die Zielvorgaben des 5. UAP zu erfüllen.

Der Bericht geht auf folgende Fragen ein:

  • Veränderungen des Ausgangszustands der Umwelt (neue Erkenntnisse);
  • Veränderungen der gesellschaftlichen Entwicklungen (z.B. Bevölkerungswachstum, Energienutzung); * Fortschritte bei der Umsetzung der seit 1992 in Angriff genommenen Aktionen des 5. UAP, für die die EU verantwortlich zeichnet;
  • qualitative Bewertung der Wirksamkeit politischer Maßnahmen und Aktionen und
  • Ferne zu den Zielvorgaben, d.h. Expertenmeinungen zur Erreichbarkeit ausgewählter Ziele des 5. UAP bei wichtigen Umweltthemen, ausgehend vom gegenwärtigen Stand und bereits geplanten Schritten.

Der vorliegende Bericht konzentriert sich in erster Linie auf Trends und den Zustand der Umwelt auf EU-Ebene. Obwohl im 5. UAP Maßnahmen auf Ebene der Mitgliedstaaten und im kommunalen Bereich sowie von einzelnen Zielgruppen gefordert werden, ist auch die Einschätzung des dort Erreichten Gegenstand des Berichts der Kommission über die Fortschritte bei der Umsetzung des 5. UAP. Der vorliegende Bericht beschränkt sich auf die Erörterung der Umsetzung derjenigen Aktionen auf Gemeinschaftsebene, die im 5. UAP beschrieben sind.

Kasten 1: Auf dem Weg zu einer neuen Art der Berichterstattung

Bei der Entstehung von Umweltproblemen und den entsprechenden politischen Reaktionen darauf spielt zweifellos der Faktor Zeit eine Rolle. Es lassen sich drei Arten von Zeitverzögerungen unterscheiden:

  • Chemisch bedingte Zeitverzögerungen: Eine über längere Zeit bestehende Belastung beeinflußt die Speicherkapazität von Umweltreservoiren. Ist die Speicherkapazität überschritten, wird das Umweltproblem sichtbar (man spricht hier oft von einem "Zeitbomben"-Effekt). Es kann auch lange dauern, bis nach Einleitung der Maßnahmen die Ausgangslage wieder hergestellt ist. Als Beispiele für Umweltprobleme dieser Art, die nahezu "unumkehrbar" sind (oder bei denen es sehr lange dauert, bis sich die Umwelt erholt hat) lassen sich die Klimaveränderung, der Abbau der Ozonschicht, nichtabbaubare chemische Substanzen in der Umwelt und die Zerstörung von Lebensraum nennen. Im Hinblick auf die Reservoire bedeutet "Zeit" zudem, daß selbst bei einer Verringerung der Umweltbelastungen dieser Prozeß allein nicht ausreicht. Die angesammelte Belastung kann weiterhin so hoch sein, daß sie den kritischen Wert übersteigt und weit über der Belastbarkeit des Ökosystems liegt. Um die Qualität der Natur zu verbessern, ist eine weitere Verbesserung der Umweltbedingungen und der Landschaftspflege von entscheidender Bedeutung.
  • Biologisch bedingte Zeitverzögerungen: Es besteht eine zeitliche Differenz zwischen dem chemischen oder körperlichen Kontakt und seinen Auswirkungen, z.B. zwischen dem Kontakt mit krebserregenden Stoffen und einer Krebserkrankung. Ein typisches Beispiel ist die Zeitspanne zwischen der Exposition gegenüber UV-B-Strahlen aufgrund des Ozonlochs und dem Jahrzehnte später zu beobachtenden Anstieg von Hautkrebserkrankungen.
  • Gesellschaftlich bedingte Zeitverzögerungen: Abgesehen von der Zeit, die für eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Entwicklung geeigneter politischer Strategien erforderlich ist, wird weiterhin Zeit benötigt, um entsprechende gesetzliche Regelungen zu treffen. Bisher noch nicht verabschiedete Richtlinien werden frühestens in vier bis fünf Jahren in Kraft treten und unter Umständen auch in den darauffolgenden zehn Jahren nicht vollständig angewendet werden, wenn für einzelne Mitgliedstaaten oder Bereiche Ausnahmeregelungen gelten. Der Zeitraum für die Umsetzung hängt auch von der "Erneuerungsrate" ab (so dauert es etwa 10 bis 15 Jahre, bis alle Pkw mit dem neuen Katalysator ausgerüstet sind). In einigen Bereichen, etwa bei Kraftwerken, Verkehrswegen oder dem Wohnungsbau, benötigt dieser Prozeß noch mehr Zeit.

Eine Untersuchung des Ist-Zustandes der Umwelt reicht deshalb nicht aus. Frühwarnsysteme sowie die ständige Beobachtung von Fortschritten und Perspektiven in Sachen Umwelt sind von ausschlaggebender Bedeutung, wenn es um die Absicherung des Entscheidungsprozesses und um eine ausreichende Unterrichtung politischer Entscheidungsträger und der Gesellschaft über die ökologischen Auswirkungen ihrer gegenwärtigen und künftigen Maßnahmen geht.

Auswahl der Indikatoren

Der Bericht untersucht die Entwicklung anhand bestimmter Indikatoren, die nach folgenden Gesichtspunkten ausgewählt wurden:

  • sie kennzeichnen maßgebliche Belastungen der Umweltqualität im Sinne des 5. UAP;
  • sie greifen die jüngsten Arbeiten anderer Stellen - z.B. der OECD - zu Indikatoren auf;
  • die Informationen sollten möglichst kurzfristig mit Hilfe von Eurostat und anderen offiziellen Quellen oder mit Hilfe von Europas Umwelt: Die Bewertung von Dobríš (EUA, 1995) in vergleichbarer Weise für die EU12 und EU15 vorliegen.

Darüber hinaus ist eine kürzere Liste von 9 "Ziel­" bzw. "Leistungsindikatoren" erstellt worden, um festzustellen, was die EU im Hinblick auf die wichtigsten Ziele des 5. UAP bisher erreicht hat und wieviel noch zu tun ist ("Ferne zum Ziel").

Gliederung der vorliegenden Zusammenfassung

Das 5. UAP enthält eine auf Schwerpunktbereiche abgestimmte Strategie sowohl für Umweltthemen als auch für Ursachen von Umweltschäden. Die Zusammenfassung des Berichts ist ähnlich gegliedert wie das 5. UAP und besteht aus drei Kapiteln: Kapitel 2 enthält die wesentlichen Schlußfolgerungen des Berichts, Kapitel 3 faßt die erreichten Fortschritte und Perspektiven für die erfolgreiche Umsetzung des 5. UAP zusammen. Die Themen sind nach räumlichen Gesichtspunkten in globale, grenzüberschreitende und regionale Auswirkungen eingeteilt. Gesondert erörtert werden die Auswirkungen der anderen Themen auf Natur und Artenvielfalt. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit den gegenwärtigen umweltbezogenen Ausgaben und ihren Folgen für die Wirtschaft. Kapitel 4 beschreibt wichtige Trends in der Gesellschaft und faßt den Beitrag des 5. UAP zu den einzelnen Umweltthemen zusammen, wobei Umweltqualität und -sensibilität im Vordergrund stehen.

   
 

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