Für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Land und Boden

Land und Boden sind in Europa verschiedenen Belastungen ausgesetzt: die Ausweitung städtischer Räume, die Verschmutzung durch Landwirtschaft und Industrie, Bodenversiegelung, Landschaftszerschneidung, Monokultur, Bodenerosion und Extremwetterereignisse im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Grünere Städte mit saubereren Energie- und Verkehrssystemen, eine umweltfreundliche Infrastruktur, die grüne Gebiete miteinander verbindet, nachhaltige, weniger intensive Landwirtschaftsmethoden – all dies kann zu einer nachhaltigeren Bodennutzung und gesünderen Böden in Europa beitragen.

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Aktueller Stand

Aktueller Stand

17.10.2019

Die europäische Bodenbedeckung ist seit dem Jahr 2000 relativ unverändert‚ wobei rund 25 % auf Ackerland und Dauerkulturen, 17 % auf Weideflächen und 34 % auf Wälder entfallen. Gleichzeitig wachsen Städte und Infrastrukturen aus Beton weiter und die landwirtschaftlich genutzte Gesamtfläche geht zurück. Obwohl die künstlichen Oberflächen weniger als 5 % des gesamten EUA-Gebiets bedecken, wurde zwischen 2000 und 2018 noch immer ein erheblicher Teil versiegelt (mit Beton oder Asphalt bedeckt). Die gute Nachricht ist, dass sich die Zunahme der künstlichen Oberflächen in den letzten Jahren verlangsamt hat.

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Boden, Land und Klimawandel

Der Boden enthält erhebliche Kohlenstoff- und Stickstoffmengen, die je nach Landnutzung in die Atmosphäre freigesetzt werden können. Das Abholzen oder Anpflanzen von Wäldern und das Auftauen des Permafrostes können die Treibhausgasbilanz in die eine oder andere Richtung kippen. Der Klimawandel kann auch wesentlich dazu beitragen, was die Landwirte produzieren können und wo.

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Der Nährstoffkreislauf der Natur

Der Boden ist in den natürlichen Kreisläufen, darunter im Nährstoffkreislauf, von entscheidender Bedeutung. Zum Nährstoffkreislauf gehört, wie viel organische Bodensubstanz – also Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor – vom Boden aufgenommen und gespeichert wird. Organische Verbindungen wie Blätter und Wurzelspitzen werden von im Boden lebenden Organismen zu einfacheren Verbindungen abgebaut, bevor sie von Pflanzen genutzt werden können. Einige Bodenbakterien wandeln atmosphärischen Stickstoff in mineralischen Stickstoff um, der für das Pflanzenwachstum unerlässlich ist. Mit Düngemitteln werden Stickstoff und Phosphate in den Boden eingebracht, um das Pflanzenwachstum anzuregen, doch sie werden nicht vollständig von den Pflanzen aufgenommen. Die Überschüsse können in Flüsse und Seen gelangen und das Leben in diesen Gewässern beeinträchtigen.

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Dokumentaktionen