Energie in Europa — Sachstand

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Article Veröffentlicht 25.09.2017 Zuletzt geändert 28.09.2017
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In den Ländern Europas wird im Vergleich zu vor 10 Jahren weniger Energie verbraucht, hauptsächlich bedingt durch eine gesteigerte Energieeffizienz. Auch ist Europa heute weniger von fossilen Brennstoffen abhängig, was auf Energieeinsparungen und die Nutzung erneuerbarer Energie zurückzuführen ist, die schneller als erwartet gekommen ist. Im Zehnjahreszeitraum 2005-2015 hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch der EU mit einem Anstieg von 9 % auf fast 17 % nahezu verdoppelt. Einige Wirtschaftszweige und Länder haben bei der Umstellung auf saubere Energien eine Vorreiterrolle übernommen. Obwohl der Anteil der fossilen Brennstoffe rückläufig ist, bilden diese nach wie vor die vorherrschende Energiequelle in Europa.

© Keith Arkins, Environment & Me /EUA

Im Mai 2016 gab der portugiesische Verband Erneuerbare Energie bekannt, dass Portugal seinen Strombedarf für vier aufeinander folgende Tage — genauer gesagt, für 107 Stunden — komplett aus erneuerbaren Energiequellen deckt. Derlei Erfolge werden in der EU immer üblicher. An manchen Tagen kann Dänemark mehr als 100 %  seines Stroms ausschließlich aus Windenergie erzeugen und verfügt über so viel zusätzliche Energie, dass es auch noch Teile Deutschlands und Schwedens versorgen kann.

Europa verbraucht weniger Energie und weniger fossile Brennstoffe

Erneuerbare Energieträger stellen einen stark steigenden Anteil der in Europa verbrauchten Energie dar. Doch der größte Teil der in der EU verbrauchten Energie stammt nach wie vor aus fossilen Brennstoffen (72,6 % des Bruttoinlandsverbrauchs 2015), auch wenn deren Anteil am Energiemix ununterbrochen abnimmt.

Ebenso ist der gesamte Energieverbrauch Europas zwischen 2005 und 2015 um über 10 % gesunken und entsprach 2015 fast 1 630 Mio. Tonnen Rohöleinheiten (Mill. t RÖE) [1]. Dieser deutliche Rückgang war den Verbesserungen bei der Energieeffizienz, dem Anstieg des Anteils der aus Wasserkraft, Wind, Solarenergie und Photovoltaik stammenden Energie, dem Strukturwandel in der Wirtschaft und dem Konjunktureinbruch 2008 geschuldet. Auch wärmere Winter haben dazu beigetragen, da dadurch der für das Heizen aufgewendete Energieeinsatz verringert wurde.

Stromerzeugung

Die Abkehr von fossilen Brennstoffen sticht in vielen Bereichen ins Auge. Der größte Rückgang zwischen 1990 und 2015 fand bei der Stromerzeugung aus Kohle und Braunkohle statt, die in den 1990er-Jahren bis 2010 hauptsächlich durch die Stromerzeugung aus Erdgas ersetzt wurde und in erster Linie auf sinkende Erdgaspreise zurückzuführen war. In jüngerer Zeit hat Erdgas allerdings aufgrund verschiedener Faktoren an Boden verloren. Dazu gehören der rasche Einstieg in die regenerative Stromerzeugung und der Konjunktureinbruch 2008, die zu einer Abschwächung der Stromnachfrage insgesamt geführt haben. Doch auch der Anstieg der Erdgaspreise, der auf die Indexbindung der Gaspreise an die Ölpreisentwicklung zurückzuführen ist, wie auch niedrigere Kohlenstoffpreise aufgrund eines Überschusses an Emissionszertifikaten auf dem Markt, haben dabei eine Rolle gespielt.

Es ist klar, dass die Substitution von Kohle und Öl durch umweltfreundlichere Alternativen zu erheblichen Reduzierungen der Treibhausgasemissionen in Bereichen beiträgt, die eng insbesondere mit dem Stromverbrauch zusammenhängen. Denn diese Substitution trägt auch zur derzeitigen Energiewende in Europa bei, d. h. der Umstellung von einem Energiesystem, das überwiegend auf fossilen Brennstoffen beruht, auf ein auf erneuerbaren und sauberen Energieträgern beruhendes System.

2015 wurden 26,5 % des in der EU erzeugten Stroms aus Kernenergie gewonnen, die nach fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien nach wie vor den größten Anteil an der Stromerzeugung besitzt. Mehrere EU-Länder haben die Absicht, die Stilllegung von Kernkraftwerken nach dem Zwischenfall in Fukushima 2011 weiter voranzutreiben. Die Kosten der nuklearen Stromerzeugung sind seitdem in einigen Ländern aufgrund der zusätzlichen Investitionen in Wartung und Sicherheitsmaßnahmen gestiegen, was Strom aus nuklearen Quellen teurer und damit weniger wettbewerbsfähig macht gegenüber Elektrizität aus anderen Quellen. Bekanntermaßen beeinflussen derartige atomare Zwischenfälle in der Folge auch die öffentliche Meinung. Meinungsumschwünge in der Öffentlichkeit veranlassen zusammen mit Überlegungen zu steigenden Kosten so manche Regierung, Atomkraftwerke stillzulegen und/oder in andere Energieträger zu investieren.

Ein Kraftwerk kann, wenn es einmal in Betrieb gegangen ist, viele Jahrzehnte lang Strom erzeugen. Bei der Wahl der Energiequelle für die Stromerzeugung müssen vorhandene und geplante Anlagen sowie ihre Kapazitäten und ihre Lebensdauer berücksichtigt werden. Trägt man diesen Faktoren keine Rechnung, könnte dies dazu führen, dass in neue Kraftwerke auf Basis fossiler Brennstoffe investiert wird. Investitionsentscheidungen dieser Art sollten mit Blick auf die langfristigen Klimaschutzziele der EU .getroffen werden

Wachstum bei erneuerbaren Energien

Seit 2005 ist bei den erneuerbaren Energien ein rascher Anstieg zu verzeichnen, was viele Marktteilnehmer regelrecht überrumpelt hat. Dieses Wachstum kann den politischen Förderprogrammen für erneuerbare Energien auf nationaler und EU-Ebene zusammen mit erheblichen Kostensenkungen bei Technologien für erneuerbare Energieträger in den letzten Jahren zugeschrieben werden, vornehmlich Windkraft und Solaranlagen. So gibt es in allen EU-Mitgliedstaaten politische Maßnahmen und Förderprogramme für erneuerbare Energien, um deren Nutzung zu stärken.

Die Auswirkungen dieser Bemühungen sind bereits sichtbar. Viele Haushalte in Europa können heutzutage Strom kaufen, der aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Solarenergie und Biomasse erzeugt wird. Produktionsseitig betrug der Anteil erneuerbarer Energien 2015 77 % der neuen Erzeugungskapazitäten in der EU.

Den aktuellsten Eurostat-Daten zufolge stieg der Anteil der aus erneuerbaren Quellen erzeugten Energie 2015 hinsichtlich des Bruttoendenergieverbrauchs ([2]) auf fast 17 % gegenüber 9 % im Jahr 2005. Dies ist einer der Leitindikatoren der Strategie Europa 2020, in der als Ziel 20 % des Bruttoendenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen bis zu diesem Zeitpunkt festgelegt werden soll. Die EU- Institutionen erörtern derzeit einen Vorschlag, wonach das Ziel der EU für 2030 mit einem Anteil von mindestens 27 % festgesetzt werden soll, da erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle dabei spielen dürften, Europa bei der Bewältigung seiner zukünftigen Energieanforderungen zu unterstützen.

Herausforderung: Verkehr

Die Nutzung erneuerbarer Energien lässt beträchtliche Unterschiede zwischen den Ländern und Energiemarktsegmenten (d. h. Strom, Heizung und Kühlung sowie Verkehr) erkennen. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Energieverbrauch in den einzelnen Segmenten des Energiemarktes war 2015 signifikant, auch wenn er trotz des gestiegenen Verbrauchs von Biobrennstoffen nur mit 6,7 % zum Energieeinsatz im Verkehrssektor beitrug.

Im Straßenverkehr wurde die Energieeffizienz in den letzten Jahren stark verbessert. Dies ist auf Verbesserungen bei der Kraftstoffeffizienz infolge der EU-Normen für Kraftfahrzeugemissionen für neue Personen- und Kleinlastkraftwagen zurückzuführen. Trotz dieser Effizienzsteigerungen ist die Verkehrsnachfrage gestiegen und hat 2014 und 2015 zu einem leichten Anstieg der Treibhausgasemissionen in diesem Sektor geführt.

Trotz dieser rückläufigen Entwicklung sind die Treibhausgasemissionen pro Personenkilometer ([3]) im Luftverkehr  noch immer erheblich höher als diejenigen im Straßenverkehr, während der Schienenverkehr der Verkehrsträger mit den niedrigsten Emissionen pro Personenkilometer ist.

Länder, die auf erneuerbare Energieträger umstellen

In allen EU-Mitgliedstaaten ist der Verbrauch erneuerbarer Energien seit 2005 gestiegen. Schweden schneidet dabei mit 53,9 % seines Bruttoendenergieverbrauchs 2015 aus erneuerbaren Energien bei weitem am besten ab. Finnland (39,3 %) belegt den zweiten Platz, gefolgt von Lettland, Österreich und Dänemark. Tatsächlich haben 11 Mitgliedstaaten ihr Ziel für 2020 im Rahmen der EU-Richtlinie Erneuerbare Energien bereits erreicht oder sogar übertroffen.

Die erneuerbaren Energiequellen unterscheiden sich zwischen den EU-Mitgliedstaaten ganz erheblich. So ist Estland beispielsweise nahezu vollständig auf feste Biomasse angewiesen, während in Irland über die Hälfte der aus nachwachsenden Energiequellen gewonnenen Primärenergie aus der Windkraft stammt; in Griechenland hingegen stammen die verbrauchten erneuerbaren Energien aus einem umfangreicheren Spektrum an Quellen, darunter Biomasse, gefolgt von Wasserkraft, Wind- und Solarenergie.

Auswirkungen unserer Kraftstoffpfade

Die sichere Entsorgung von Atommüll gestaltet sich bekanntlich schwierig, während fossile Brennstoffe eng mit Luftverschmutzung und Klimawandel zusammenhängen. Bei der Verbrennung fossiler Energieträger werden Luftschadstoffe (Stickoxide, Schwefeloxide, flüchtige organische Verbindungen außer Methan und Feinstaub) sowie Treibhausgase in die Atmosphäre freigesetzt. Die Verbrennung von Biomasse kann sich ähnlich auf die Luftqualität und den Klimawandel auswirken. Außerdem können Biokraftstoffe zu Problemen in Verbindung mit der Landnutzung führen, da sie Boden- und Wasserressourcen zusätzlichen Belastungen aussetzen. Mit der Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Rückständen oder Altspeiseölen für die Erzeugung von Biokraftstoffen der zweiten Generation können diese Belastungen etwas reduziert werden.

Manche Wirtschaftszweige stehen in einem engen Zusammenhang mit bestimmten Luftschadstoffen. Da die meisten Straßenfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sind, ist der Straßenverkehr eine wichtige Quelle von Stickoxiden und Feinstaub, die insbesondere die Luftqualität in Städten beeinträchtigen. Ebenso ist der Bereich der Energieerzeugung und -verteilung unter anderem für mehr als die Hälfte der Schwefeloxidemissionen sowie für ein Fünftel der Stickoxidemissionen in den 33 EWR-Mitgliedstaaten (EWR-33) verantwortlich ([4]).

Zwar sind die Luftschadstoffemissionen in den meisten EU-Ländern signifikant zurückgegangen, doch stellen die derzeitigen Abgasemissionsstufen nach wie vor ein erhebliches Risiko für die menschliche Gesundheit dar, da Luftschadstoffe unter anderem Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch verschlimmern können. Je nachdem, um welchen Luftschadstoff es sich handelt, können sie auch zum Klimawandel beitragen und die Umwelt belasten. So ist beispielsweise schwarzer Kohlenstoff eine der gängigen Komponenten von Ruß, der meist in Feinstaub vorkommt (weniger als 2,5 Mikrometer im Durchmesser). In Ballungsgebieten werden Emissionen von schwarzem Kohlenstoff in erster Linie durch den Straßenverkehr und insbesondere Dieselmotoren verursacht. Neben den Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit trägt schwarzer Kohlenstoff in Feinstaub zum Klimawandel bei, denn er absorbiert die Sonnenwärme und heizt die Erdatmosphäre auf.

Ressourcennutzung in einer Kreislaufwirtschaft

Welchen Kraftstoff wir auch immer zur Deckung unseres Energiebedarfs wählen - es müssen dafür immer Ressourcen - Boden, Wasser, Mineralien, Holz und Energie - verbraucht werden. Im Fall von fossilen Brennstoffen würden für die Erschließung und Förderung neuer Vorkommen öffentliche und private Gelder für den Bau von neuen Onshore- und Offshore-Standorten, Kraftwerken und Raffinerien, Pipelines für ihren Transport usw. eingesetzt. Der Mehrbedarf an fossilen Brennstoffen nn und ihre Abhängigkeit von diesen Stoffen könnten die Länder auch dazu veranlassen, ihre Bohrungen auf weitere Regionen auszudehnen und mehr Land- oder Meeresgebiete für den Abbau zu nutzen, .Dies ginge mit neuen Risiken wie Ölteppichen und Verschmutzung einher.

Ebenso könnte das exponentielle Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien mit einer stärkeren Nachfrage nach Materialien wie Seltenerdelemente einhergehen, die für Batterien oder Photovoltaikpanels eingesetzt werden. Wie die anderen Anlagen der Energieerzeugung benötigen auch Solarkollektoren und Windparks Platz — entweder an Land oder zu Wasser. Ebenso sind produktive Boden- und Süßwasserressourcen für die Erzeugung von Bioenergie einschließlich für Biomasse und Biokraftstoffe sehr gefragt. Es ist nicht immer einfach festzulegen, wie viel Land - oder Fläche allgemein - für die Erzeugung erneuerbarer Energie in ausreichenden Mengen für einen allmählichen Abbau fossiler Brennstoffe tatsächlich notwendig ist. Zudem können sich die Potenziale für die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energieträgern sowie die erneuerbaren Energiequellen von Region zu Region erheblich unterscheiden. Manche Länder besitzen möglicherweise ein höheres Potenzial an Solar- und Windenergie, während andere wiederum fast ihren gesamten Energiebedarf aus Erdwärme decken könnten.

Darüber hinaus sind die Anlagen und die Infrastruktur für die Energieproduktion von Solarpanels bis zu Pipelines und Kraftwerken nach ein paar Jahren veraltet. Auch die eingesetzten Materialien müssen am Ende ihres Lebenszyklus entsorgt werden. Erneuerbare Energien können uns in der Tat die Möglichkeit bieten, unsere technischen Lösungen entsprechend den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Bei Solarpanels etwa könnten unterschiedliche Komponenten und Ressourcen wiederverwendet, dem Recycling zugeführt und verwertet werden.

Potenzielle Gewinne sind nicht auf das Ende des Lebenszyklus von Komponenten und deren Wiederverwendung und Recycling beschränkt. Eine bessere Landschafts- und Stadtplanung - etwa die Integration von Solarpanels in Dachabdichtungsmaterialien oder Lärmschutzwände - können ebenfalls einige Bedenken hinsichtlich der Bodennutzung, aber auch der Lärmbelastung und der Verschandelung der Stadtgebiete ausräumen.

Technologische Lösungen bzw. Gestaltung können durchaus die negativen Auswirkungen unseres derzeitigen Energieeinsatzes verringern. Als Haushalte, Investoren, Verbraucher und politische Entscheidungsträger - unsere Entscheidung für sauberen und intelligenten Energieeinsatz könnte tatsächlich eine Kraft darstellen, die mächtig genug ist, um die Art und Weise, in der wir Energie verbrauchen und erzeugen, innerhalb weniger Jahrzehnte von Grund auf zu verändern.

Ebenso könnte eine effizientere Nutzung aller Ressourcen durch Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling zu einer Verringerung des Gesamtenergiebedarfs beitragen. Denn schließlich verwenden wir Energie für den Anbau von Nahrungsmitteln und die Erzeugung von Konsumgütern. Jedes Mal, wenn wir sie wegwerfen, verschwenden wir die Ressourcen - Energie, Wasser, Boden und Arbeitskraft -, die für ihre Herstellung und ihren Transport zu uns eingesetzt wurden.


([1]) Zur besseren Vergleichbarkeit wird der Energiegehalt verschiedener Brennstoffe in Rohöläquivalente umgerechnet, d. h. die Energieintensität von Öl.

([2]) Der Ausdruck „Bruttoendenergieverbrauch“ bezeichnet Energieprodukte, die Endverbrauchern (der Industrie, dem Verkehrssektor, Haushalten, dem Dienstleistungssektor sowie der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft) zu energetischen Zwecken geliefert werden, einschließlich des durch die Energiewirtschaft für die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung entstehenden Elektrizitäts- und Wärmeverbrauchs und einschließlich der bei der Verteilung und Übertragung auftretenden Elektrizitäts- und Wärmeverluste.

([3]) Personenkilometer bedeutet die Beförderung eines Fahrgastes mit einem bestimmten Verkehrsträger (Straße, Schiene, Luft, See, Binnenschifffahrt) über 1 Kilometer.

([4]) Zu den EWR-Mitgliedstaaten gehören die EU-28, Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei.

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