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Verkehr

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Auf den Verkehr entfallen etwa ein Drittel des gesamten Energieendverbrauchs und mehr als ein Fünftel der Treibhausgasemissionen in den EUA-Mitgliedsländern. Er ist außerdem für einen Großteil der Luftverschmutzung und der Lärmbelästigung in Städten verantwortlich. Darüber hinaus wirkt sich der Verkehr erheblich auf die Landschaft aus, da er Naturgebiete in kleinere Flächen unterteilt, was mit schwerwiegenden Folgen für Tiere und Pflanzen verbunden ist.

Im Jahr 2009 nahmen sowohl der Energieverbrauch als auch die Emissionen vieler Schadstoffe aus dem Verkehr ab; dies kann jedoch eine vorübergehende Begleiterscheinung des allgemeinen Konjunkturrückgangs sein. Es bedarf eines grundlegenden Wandels im europäischen Verkehrssystem, um zunehmenden Auswirkungen auch in Zeiten starken wirtschaftlichen Wachstums vorzubeugen. Erstmals hat nun die Europäische Kommission ein Ziel für die Treibhausgasreduktion im Verkehrswesen vorgeschlagen. Zur Einhaltung des Ziels einer 60% Reduktion aus dem Weißbuch „Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum" ist es nötig, dass dieser politische Integrationsanstoß in den kommenden Jahren auch in greifbare und konkrete Maßnahmen umgesetzt wird. Mit der Einführung der TERM-Indikatoren (TERM-CSIs) und der Umweltreferenznorm zur Messung des Fortschritts hat das Berichterstattungssystem Verkehr und Umwelt (TERM) 2011 die Grundlage für eine jährliche Bewertung des Fortschritts zur Erreichung dieser Ziele geschaffen. Die TERM-CSIs dienen zur Bewertung, inwieweit die EU die Voraussetzungen für einen umweltfreundlicheren Verkehr schafft.

Rückgang der Treibhausgasemissionen 2008 und 2009 hauptsächlich infolge des Konjunktureinbruchs

Der Verkehr, einschließlich der Emissionen des internationalen See- und Luftverkehrs, war 2009 für 24% aller Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich. Das neue Weißbuch zum Verkehr fordert von den EU-Mitgliedstaaten eine Senkung der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen um 60% bis 2050, verglichen mit den Werten von 1990. Da die Emissionen zwischen 1990 und 2009 tatsächlich um 27% angestiegen sind, muss die EU zwischen 2009 und 2050 insgesamt eine Senkung von 68% erbringen.

Erfüllung des Ziels zur Senkung der Treibhausgasemissionen bedeutet einerseits die Konzentration auf eine möglichst saubere Technologie und auf kohlenstoffarme Kraftstoffe, andererseits aber auch auf den Einsatz effizienter Verkehrsarten sowie die Beseitigung ökonomischer Ineffizienzen, die sich unter anderem aus nicht angelasteten externen Kosten ergeben. Der Bericht TERM 2011 zeigt, dass durch die Einführung vorgeschriebener CO2-Emissionsgrenzwerte für neue PKW bereits ein Effizienzgewinn verzeichnet werden konnte. Neue PKW waren 2010 demnach etwa ein Fünftel effizienter als noch 2000. Durch die bereits verabschiedete Verordnung über die CO2-Emissionen von PKW und Kleintransportern konnte der Weg für schadstoffarme Fahrzeuge geebnet werden. Die endgültigen Daten der CO2-Emissionen für neue PKW (Berichterstattung 2010) wurden im Dezember 2011 veröffentlicht, während der erste vollständige Datensatz für Kleintransporter (Berichterstattung 2012) erst 2013 verfügbar sein wird. Den endgültigen Daten zufolge werden neue Kraftfahrzeuge jedes Jahr um ein Vielfaches energieeffizienter und die Automobilindustrie befindet sich insgesamt auf gutem Wege, die Emissionsziele einzuhalten.

Der Anteil alternativ betriebener Kraftfahrzeuge auf den Straßen hat ständig zugenommen: 2009 betrug er bereits 5% der Fahrzeugflotte. Die meisten dieser Autos wurden mit Flüssiggas (LPG) betrieben, während Elektrofahrzeuge 0,02% der Gesamtflotte ausmachten.

Mehr Informationen zum Klimawandel.

Energieverbrauch im Verkehr bedeutend höher als 1990; Erdölabhängigkeit des Verkehrssektors nicht nachhaltig

Der jährliche Energieverbrauch durch den Verkehr stieg zwischen 1990 und 2007 in den EUA-Mitgliedsländern zunehmend. Zwischen 2007 und 2009 fiel der Gesamtenergiebedarf aus dem Verkehr zwar um 4%, die steigende Tendenz könnte sich jedoch mit einem erneuten Wirtschaftswachstum wieder fortsetzen.

Wenn die von Europa angestrebte Senkung der CO2-Emissionen um 60% bis 2050 im Vergleich zu 1990 erreicht werden soll, muss auch der Erdölverbrauch im Verkehrssektor um etwa 70% zurückgehen. Die derzeitige Erdölabhängigkeit des Verkehrssektors von 96% ist nicht nachhaltig.

Das Verkehrswesen ist nicht nur der Sektor mit dem höchsten Energieverbrauch, sondern auch hinsichtlich des Energieverbrauchstrends der am schnellsten wachsende Sektor. In den letzten Jahren ist der Energieverbrauch im Verkehr weniger als in anderen Sektoren zurückgegangen. Sein Anteil hat weiter zugenommen und erreichte 2009 für die EU-27 33% (einschließlich des internationalen Flugverkehrs, jedoch ohne Berücksichtigung des internationalen Seeverkehrs).

Die Kraftstoffpreise setzen keine klaren Signale, um effizientere Verkehrsmöglichkeiten zu fördern. Der reale Durchschnittspreis (Preisniveau 2005) von bleifreiem Benzin lag im Juni 2011 bei 1,14 Euro pro Liter, also 15% über dem Preis von 1980.

Mehr Informationen zu Energie.

Rückgang der meisten Luftschadstoffemissionen aus dem Verkehr seit 1990

Wesentliche Fortschritte konnten seit 1990 bei der Senkung der Emissionen vieler Luftschadstoffe aus dem Verkehrssektor erzielt werden. Dennoch müssen viele Städte und andere städtische Gebiete große Anstrengungen unternehmen, um die Konzentrationsgrenzwerte einzuhalten, die in EU-Rechtsvorschriften für die Luftqualität beeinträchtigende Schadstoffe festgesetzt wurden. Besonders der Straßenverkehr wirkt sich enorm auf die Luftqualität aus.

Obwohl ein allgemeiner Anstieg des Verkehrswesens seit 1990 zu verzeichnen ist, sind die Emissionen seit dieser Zeit auf dem gesamten Sektor zurückgegangen. In den 32 Mitgliedsstaaten der EUA reduzierten sich die Verkehrsemissionen zwischen 1990 und 2009 für NOX um 25%, PM2,5 um 27%, SOX um 37%, CO um 75% und NMVOCs um 77%.

Durch die Einführung von Partikelfiltern zur Reduktion von Abgasemissionen hat die relative Bedeutung von Nicht-Abgasemissionen zugenommen. 2009 erreichten Nicht-Abgasemissionen von PM2,5  einen Anteil von 25% der Emissionen des Straßenverkehrssektors, während es 1990 noch 10% waren.

Insgesamt wurden die Zielwerte für eine bessere Luftqualität in vielen Gebieten überschritten. Für Stickstoffdioxide (NO2), die Asthma oder andere Atemwegserkrankungen verursachen können, wurden 2009 die Jahresgrenzwerte an 41% der Verkehrsüberwachungsstationen nicht eingehalten. Hinzu kamen die Überschreitungen des Tageswertes für PM10 an 30% der Verkehrsstandorten in den 27 EU-Ländern im Jahr 2009.

Zwei verschiedene Themen von wachsendem Interesse müssen hierbei hervorgehoben werden, um die Unterschiede zwischen Emissionsentwicklungstrends und erwarteten Luftqualitätswerten zu erklären. Zunächst ist der Anteil an NOX, das direkt als NO2 von den Fahrzeugen ausgestoßen wird gestiegen. Und zwar infolge einer zunehmenden Marktpräsenz von Dieselfahrzeugen in einigen Ländern sowie dem Einbau emissionsmindernder Vorrichtungen wie Partikelfilter und Oxidationskatalysatoren. Dieser Anstieg direkter NO2-Emissionen aus dem Verkehrssektor Auswirkungen auf die Konzentration durch eine teilweise oder vollständige Aufhebung des Effekts der NOX-Emissionsreduktionen. Zweitens gibt es eindeutige Anhaltspunkte, dass die derzeitigen Fahrzeugemissionen (oft auch „tatsächliche Emissionen" genannt) möglicherweise die zulässigen Emissionen für jeden Fahrzeugtyp (besonders NOX-Emissionen von Dieselfahrzeugen) überschreiten. Gleiches gilt auch für die CO2-Emissionen.

Mehr Informationen zu Luftverschmutzung.

Lärm und Landschaftszerschneidung als verkehrsbedingte Auswirkungen nach wie vor eine Herausforderung

Fast 100 Millionen Menschen waren schädigenden Langzeitbelastungen durch Lärm von Straßenfahrzeugen auf größeren Verkehrswegen ausgesetzt.

Straßen, Bahntrassen und Autobahnen zerschneiden die europäische Landschaft in immer kleinere Flächen, was mit schwerwiegenden Folgen für die biologische Vielfalt einhergeht. Etwa 30% der EU-Flächen sind mäßig, stark oder sehr stark zerschnitten und schränken damit die Bewegungsfreiheit und Brutmöglichkeiten vieler verschiedener Tierarten ein. Daten zufolge stellt die Landschaftszerschneidung durch Verkehrswege und ausufernde Stadtgebiete eine wachsende Bedrohung dar und führt zu erhöhter Zugänglichkeit und Beeinträchtigung.

Mehr Informationen zu Biodiversität.

Mehr Informationen zu Lärm.

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