Grüne Optionen: Entscheidungsträger, Investoren und Verbraucher ...

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Article Veröffentlicht 29.09.2016 Zuletzt geändert 30.09.2016 17:05
Es gibt eine Vielzahl von Transportoptionen: vom Zufußgehen über Elektroautos bis hin zu riesigen Frachtschiffen und Hochgeschwindigkeitszügen. Viele Faktoren, darunter der Preis, die Entfernung, die Verfügbarkeit einer Infrastruktur und Bequemlichkeit können bei der Auswahl einer Transportart eine Rolle spielen. Was den Personentransport betrifft, sind Autofahrten die bevorzugte Transportart in Europa. Doch auch hierbei sind einige Optionen sauberer als andere. Wie können wir eine grünere Wahl treffen?

 Image © Catarina Rogado (My City / EEA)

Der Transportsektor bietet der modernen Gesellschaft eine Dienstleistung von entscheidender Bedeutung, die einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität leistet. In einigen Fällen erfüllt der Transport Grundbedürfnisse, wie zum Beispiel die Verteilung von Lebensmitteln sowie Fahrten zum Arbeitsplatz oder zur Schule. In anderen Fällen ermöglicht er Freizeit und Erholung. Abhängig von der ausgewählten Transportart kann die Fahrt unterschiedliche Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben. In vielen Fällen haben wir die Wahl.

Betrachten wir eine Pendelstrecke von 5 km. Hierfür stehen unter Umständen mehrere Optionen zur Verfügung: das Fahrrad, eine Fahrt allein in einem Diesel-SUV (ein Geländewagen), eine Fahrgemeinschaft mit Arbeitskollegen oder öffentliche Verkehrsmittel. Davon sind einige Optionen umweltfreundlicher als andere. Andererseits stehen nicht jedem alle Optionen offen. So wird ein unwegsames Gelände ohne Fahrradweg an einem stürmischen Tag sicherlich nur für abenteuerliche Fahrradfahrer in guter körperlicher Verfassung attraktiv sein. Ebenso findet sich eine Fahrgemeinschaft, die ein Elektrofahrzeug nutzt, wohl nur dann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind – wenn es also Ladestationen sowie eine Gruppe von Mitfahrern gibt.

Vom Transportsektor ist ein breites Spektrum von Interessengruppen betroffen, das von Stadtplanern über Fahrzeughersteller bis hin zu Fahrgästen reicht. Damit der Wandel hin zu einem grünen und nachhaltigen Transportsystem möglich wird, müssen alle beteiligt werden, und sie dürfen sich nicht scheuen, jeden Gesichtspunkt des aktuellen Transportsystems zu hinterfragen. Einige der Fragen könnten uns tatsächlich dazu zwingen, unsere Konsumgewohnheiten und unseren Lebensstil zu überdenken: Was ist unverzichtbar, und was ist einfach nur angenehm?

Europäische Förderung des kohlenstofffreien Transports

Zurzeit ist der Transport in Europa nach wie vor stark vom Öl abhängig, wobei eine zunehmende Anzahl an neuen Personenfahrzeugen verkauft wird, die überwiegend durch Diesel angetrieben werden. Europas Ziel ist es, sich von dieser Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu befreien.

Die Zukunft des europäischen Transportsektors wird durch eine Reihe von EU-Grundsatzdokumenten bestimmt, darunter die Europa-2020-Strategie, der Strategieplan für eine wettbewerbsfähige kohlenstoffarme Wirtschaft bis zum Jahr 2050 und der Strategieplan für einen einheitlichen europäischen Verkehrsraum, deren Ziel ein wettbewerbsfähiges und ressourceneffizientes Transportsystem ist (wie im Verkehrsweißbuch 2011 ausgeführt).

In diesen Dokumenten wird beschrieben, welchen Herausforderungen der Transportsektor gegenübersteht: Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Transportsystems, Verringerung der Abhängigkeit Europas von importiertem Öl und die Senkung der Kohlenstoffemission durch Transport um 60 % bis 2050 (verglichen mit den Werten von 1990) unter Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Wachstums und der Beschäftigung.

Die EU hat hierfür zweckgebundene Mittel bereitgestellt. Genauer gesagt, fast 20 % der für die Kohäsionspolitik bestimmten Gelder (im Zeitraum von 2014-2020 etwa 70 Mrd. EUR) fließen voraussichtlich in Transportprojekte. Mehr als die Hälfte dieser Summe wird für den Wandel hin zu einem energieeffizienten, kohlenstofffreien Transportsektor aufgewendet.

Mit dem Auto fahren oder nicht?

Europäer in allen Mitgliedstaaten und über alle Altersgruppen hinweg nutzen zwar ein breites Spektrum von Transportmodi, Personenkraftwagen (PKW) scheinen jedoch das beliebteste Verkehrsmittel zu sein. Laut einer Eurobarometer-Umfrage zur Mobilität in Städten nutzt die Hälfte der Europäer täglich einen PKW als Fahrer oder Mitfahrer. Jedoch gibt es hinsichtlich der Art der PKW-Nutzung deutliche Unterschiede zwischen den EU-Ländern. Während in Zypern acht von zehn Umfrageteilnehmern täglich mit dem PKW fahren, tut dies in Ungarn weniger als ein Viertel.

In Ungarn, der Tschechischen Republik, Estland und Lettland ist der Anteil der Umfrageteilnehmer, die öffentliche Verkehrsmittel täglich nutzen, vergleichsweise hoch. In Zypern dagegen fahren drei Viertel der Teilnehmer nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In den Niederlanden, Dänemark und Finnland ist der Anteil der Fahrradfahrer sehr hoch: 43 %, 30 % bzw. 28 % der Umfrageteilnehmer nutzen es täglich.

Es ist nicht verwunderlich, dass in Ländern mit einer hohen Rate an täglichen PKW-Fahrten das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel weniger oft genutzt werden. Es ist ebenfalls nicht verwunderlich, dass die Europäer im Alter von 15 bis 24 Jahren die Altersgruppe bilden, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit mindestens einmal am Tag ein öffentliches Verkehrsmittel nutzt.

Es stellt sich also die Frage, wie die Europäer ermutigt werden können, sich für grünere Transportarten zu entscheiden.

Die Zukunft der Personenkraftwagen: geteilt und elektrisch?

Sauberere Kraftstoffe und höhere Kraftstoffeffizienz tragen bis zu einem gewissen Grad dazu bei, die Auswirkungen des Transports auf Umwelt und Gesundheit zu reduzieren. Die Forschung zu alternativen Kraftstoffen wurde über längere Zeit durch EU- und nationale Finanzmittel unterstützt und hat zu vielen Verbesserungen bei Motoren und Kraftstoffeffizienz geführt. Es müssen jedoch auch gemeinsame Normen und eine umfassende Kraftstoff-Infrastruktur entwickelt werden, um eine breitere Akzeptanz von saubereren Kraftstoffen zu bewirken. Käufer und Nutzer von PKW wählen mit höherer Wahrscheinlichkeit durch alternative Kraftstoffe angetriebene Fahrzeuge, wenn sie sich darauf verlassen können, dass ein Wiederaufladen oder Betanken ihres Fahrzeugs leicht möglich ist und sie nicht Gefahr laufen, unterwegs ohne Kraftstoff liegenzubleiben.

Um den Aufbau einer Infrastruktur (beispielsweise Stromtankstellen in ganz Europa) sowie gemeinsame technische Spezifikationen (beispielsweise eine gemeinsame Norm für Aufladestecker) zu fördern, hat die EU in ihrer Kommunikation „Clean Power for Transport“ eine umfassende Strategie zu alternativen Kraftstoffen formuliert, die alle Transportarten abdeckt.

Je nach zurückzulegender Entfernung hat ein großes Schiff einen völlig anderen Energiebedarf als ein kompakter Elektro-PKW, der für kurze Fahrten im Stadtzentrum ausgelegt ist. Angesichts dieser Unterschiede wird klar, dass wir ein Spektrum unterschiedlicher alternativer Kraftstoffe brauchen.

Es ist zu erwarten, dass die Entwicklung des Marktes für alternative Kraftstoffe sowie Investitionen in eine entsprechende Infrastruktur die Wirtschaft ankurbeln und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen. Untersuchungen der Europäischen Klimastiftung zufolge könnten bis 2025 durch die Ökologisierung von Fahrzeugen 700 000 zusätzliche Arbeitsplätze in der EU geschaffen werden. Darüber hinaus könnte die Nutzung alternativer Kraftstoffe die Abhängigkeit der EU vom Öl und damit die Risiken im Zusammenhang mit Schwankungen bei der Ölversorgung deutlich verringern.

Der Ersatz vorhandener Flotten und Fuhrparks durch effizientere Modelle wird jedoch Zeit brauchen. Angesichts ihrer langen Lebensdauer wird sich der Austausch von Flugzeugen, Zügen und Schiffen länger hinziehen als der von PKW und Lastwagen. Bei PKW könnte Car-Sharing vor allem für Stadtbewohner eine interessante Alternative zum Ein-Haushalt-ein-Auto-Modell darstellen und die Erneuerung vorhandener Wagen beschleunigen. Car-Sharing würde darüber hinaus Einsparungen für den Nutzer mit sich bringen, da die Kosten für den Besitz des Fahrzeugs (Kauf, Instandhaltung, Versicherung usw.) auf eine Gruppe von Nutzern aufgeteilt werden könnten. Außerdem ließe sich auf diese Weise auch die Anzahl der in Städten geparkten Fahrzeuge verringern. Was früher ein Statussymbol war – der Besitz eines Fahrzeugs – sollte nicht länger als solches betrachtet werden.

Höhere Steuern für umweltschädlichere Transportarten?

Der Preis kann ein weiterer Anreiz für Nutzer sein, auf umweltverträglichere Transportarten umzusteigen. Steuern auf umweltschädlichere Transportarten machen diese teurer und drücken mit einiger Wahrscheinlichkeit die Nachfrage. Umgekehrt könnten niedrigere Steuern für sauberere Optionen zu deren verstärkter Nutzung führen. Mehr als die Hälfte der Europäer glaubt, dass preisgünstige und bessere öffentliche Verkehrsmittel die wirksamste Möglichkeit sind, den städtischen Nahverkehr zu verbessern.

Kraftstoffe für den Straßentransport werden im Vergleich zu anderen Transportarten EU-weit bereits hoch besteuert. Jedoch gelten für die einzelnen Kraftstoffarten unterschiedliche Steuersätze, was Einfluss auf die Art des Fuhrparks hat. So führten beispielsweise niedrigere Steuern und andere Anreize für Diesel in vielen EU-Ländern zu einem deutlichen Anstieg der Anzahl verkaufter Dieselfahrzeuge. Die verstärkte Nutzung von Dieselfahrzeugen mag zwar eine Verringerung der THG-Emission bewirkt haben, ihre indirekte Bewerbung und die zunehmende Akzeptanz haben jedoch zur Luftverschmutzung in Europa beigetragen.

Subventionen und Steuervergünstigungen sind im Transportsektor weit verbreitet. Durch einige werden ökologischere Optionen wie zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel gefördert, andere, wie zum Beispiel die steuerliche Vorzugsbehandlung für Firmenwagen oder die Steuerbefreiung für in der internationalen Luft- und Schifffahrt verwendete Kraftstoffe, führen zur verstärkten Nutzung von PKW oder zu einem erhöhten Verbrauch fossiler Brennstoffe. Der Gesamteinfluss könnte einmal mehr beträchtlich sein. Beispielsweise wurden 2014 in Deutschland, Europas größtem Absatzmarkt für PKW, 64 % aller neuen PKW auf Firmen zugelassen.

Die hohe Akzeptanz für Elektrofahrzeuge in den Niederlanden und Norwegen ist eng mit einer Reihe von Anreizen für mögliche Käufer verknüpft. Jedoch können die Verbraucher rasch wieder auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren umsteigen, sobald solche Anreize nicht mehr gewährt werden. In den Niederlanden wurden geänderte Steuerbestimmungen für Plug-in-Hybrid- und Hybrid-Fahrzeuge beschlossen, die am 1. Januar 2016 in Kraft traten. Dies hat zu einem plötzlichen und starken Einbruch beim Verkauf von Elektrofahrzeugen geführt. Ähnliche Reaktionen der Verbraucher waren auch in anderen Ländern, darunter Dänemark, zu beobachten.

Den Nutzer für Infrastruktur zahlen lassen

Die Erhebung von Gebühren für die Nutzung von Infrastruktur ist ein weiteres wirksames Werkzeug, um den Preis für Transport und damit die Nachfrage zu beeinflussen. In Europa werden Gebühren für die Nutzung der Straßeninfrastruktur auf unterschiedliche Weise erhoben. Maut wird meist für eine zurückgelegte Strecke entrichtet, während Vignetten die Nutzung der Straßen eines Landes über einen bestimmten Zeitraum erlauben.

Im Jahr 2015 gab es in 27 der EWR-Mitgliedstaaten irgendeine Art von Straßengebühren für schwere Nutzfahrzeuge (beispielsweise Lastwagen und Busse). Die Eurovignetten-Richtlinie der EU sieht Gebühren für die Straßennutzung durch solche Fahrzeuge vor. Regionale und nationale Behörden können die Erhebung von Infrastrukturgebühren durch eine weitergehende Umstellung von Vignetten auf elektronische Mautsysteme verbessern. Eine breitere und systematischere Erhebung von fairen und wirksamen Gebühren nach dem Verursacherprinzip dürfte die Wahl nachhaltigerer Transportarten durch die Nutzer fördern.

Eine wichtige Aufgabe der Behörden besteht darin, sicherzustellen, dass verschiedene Transportsysteme miteinander verbunden (zum Beispiel Schienen- und Flugverkehr) und interoperabel sind (keine Notwendigkeit, separate Tickets zu kaufen) und dass konsistente Preissignale gegeben werden. Durch ihre Regelungsbefugnis und Finanzierungskraft können Behörden dazu beitragen, das Mobilitätssystem der Zukunft zu gestalten. Beispielsweise können sie sicherstellen, dass Gesichtspunkte der Dekarbonisierung und der Klimaanpassung bei Infrastrukturplänen stets berücksichtigt werden. Behörden können auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessengruppen erleichtern, den Austausch von Know-how und innovativen Ideen fördern sowie verschiedene Transportbetreiber dabei unterstützen, sich auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und damit zurechtzukommen. Eine stärkere Interoperabilität zwischen Europas Schienenverkehrsdiensten könnte die Möglichkeit bieten, für den Transport größerer Frachtvolumina auf diese umweltfreundlichere Option umzusteigen.

Transport ist ein komplexer Sektor mit vielen verschiedenen öffentlichen und privaten Interessengruppen, wie beispielsweise Anbieter von Infrastruktur und Dienstleistungen für die verschiedenen Transportarten, Fahrzeughersteller, Aufsichtsbehörden und schließlich Verbraucher. Viele Interessengruppen haben nur einen teilweisen Einblick in das System. Darüber hinaus sind im Transportsektor viele kostspielige und langfristige Investitionen in die Infrastruktur sowie für Flugzeuge, Züge, Schiffe und andere Transportmittel erforderlich. Ein großer Teil dieser Investitionen stammt aus öffentlichen Mitteln.

Die Dekarbonisierung des Transportsektors wird alle Europäer und die gesamte europäische Wirtschaft beeinflussen. Der Energiesektor in der EU wird sich an Änderungen hinsichtlich der Nachfrage anpassen müssen. So wird zum Beispiel die verstärkte Nutzung von Elektrofahrzeugen einen höheren Bedarf an Elektrizität nach sich ziehen. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die Dekarbonisierung des Transportsektors Auswirkungen auf den Erdölraffineriesektor haben wird, jedoch neue Chancen im Zusammenhang mit alternativen Kraftstoffen bietet. Sie kann außerdem Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem sie europäische Hersteller in die Lage versetzt, moderne Transporttechnologie zu entwickeln und zu exportieren.

Intelligente und innovative Mobilität

Ein Teil der Nachfrage nach Mobilität geht auf Lebensstil und -gewohnheiten zurück. Dank steigender Einkommen reisen immer mehr Europäer in andere Teile der Welt, um zu arbeiten oder sich zu erholen. Flugreisen, noch vor 50 Jahren ein unvergessliches Erlebnis für Wenige, sind mittlerweile zur Normalität geworden. Dasselbe gilt für den Besitz eines Fahrzeugs, selbst wenn dies bedeutet, dass ein privates Auto die meiste Zeit unbenutzt in der Garage steht. Die Konsumgewohnheiten haben sich kontinuierlich verändert, und dies wird auch weiterhin der Fall sein. Neue Urlaubsziele wie die Arktis könnten infolge des Klimawandels Touristen anziehen. Wir können jedoch beschließen, ökologischeren Optionen den Vorzug zu geben.

Innovative Lösungen können in der Tat einige dieser Konsumgewohnheiten in Frage stellen und dabei immer noch das Bedürfnis nach Mobilität erfüllen. Innovation bedeutet nicht nur die Konstruktion neuer Motoren und Energieeffizienz, sondern auch neue Geschäfts- und Eigentumsmodelle. In einer Welt dichtgepackter Reiseprogramme können Unternehmen die Möglichkeiten von ökotouristischen Alternativen erproben, wie beispielsweise Fahrrad-Campingreisen im gesamten europäischen Raum.

Ein Netzwerk von Fahrradwegen wird Pendler und Freizeitfahrer eher davon überzeugen, das Fahrrad zu benutzen. Einige EU-Länder führen bereits Fahrradwegenetze ein, die sich über städtische Zentren hinaus erstrecken. Deutschland hat kürzlich den ersten Streckenabschnitt einer geplanten, 100 km langen „Fahrradautobahn“ eröffnet, die zehn Städte und vier Universitäten im Ruhrgebiet verbinden soll. Dieser Fahrradfernweg, der stillgelegte und umgebaute Bahnlinien nutzt, wird vollständig autofrei sein. Einigen Schätzungen zufolge könnte dieser Fahrradfernweg nach Abschluss des Baus die Verkehrsbelastung in der Region um bis zu 50 000 PKW pro Tag verringern.

Innovationen könnten auch dazu beitragen, die Frachtlogistik und den Straßentransport allgemein zu verbessern. Viele Lastwagen sind bei der Rückfahrt nicht voll beladen. Durch Optimierung der Betriebslogistik könnte die Häufigkeit von Leerfahrten und damit die Zahl der Lastwagen auf der Straße verringert werden. Eine Flotte selbstfahrender Lastwagen ist kürzlich 2000 km durch Europa gefahren. Mit selbstfahrenden PKW wird ebenfalls experimentiert. Es ist zu erwarten, dass durch automatische Geschwindigkeitsregulation ihr Kraftstoffverbrauch niedrig gehalten werden kann. Sie könnten darüber hinaus den Mobilitätsbedarf bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, wie zum Beispiel Kinder oder ältere Menschen, decken. Intelligente Transportsysteme könnten darauf ausgelegt sein, Unfälle zu verhüten, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und Staus zu verhindern.

Durch intelligente Mobilität könnten zur Erfüllung individueller Transportbedürfnisse verschiedene Transportarten und -optionen (öffentliche Verkehrsmittel, Car-Sharing, Autovermietung, Taxis und Fahrrad) mithilfe von Internet, Apps und Smart Invoicing kombiniert werden.

Innovation und Forschung gehören sicherlich zu den treibenden Kräften des Wandels in Richtung einer intelligenteren, sauberen Mobilität. Also was erwartet uns als nächstes – Dreiräder mit Solarantrieb, Segel und Sonnenkollektoren auf Schiffen oder Erste Hilfe durch Drohnen?

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