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Augenzeuge: ein Junge namens Chance

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Bisie ist die größte Mine in der Region. Sie liegt ca. 90 Kilometer im dichten Wald und reicht bis zu 100 Meter in die Tiefe. Die Minen sind oft nicht viel mehr als ein Loch im Boden. Dutzende Männer und Jungen bevölkern die Minen unter entsetzlichen Bedingungen.

 Image © Mark Craemer

„Ich heiße Chance und bin 16. Drei Jahre lang arbeitete ich im Bergwerk von Bisie. Denn ich hatte gehört, dass in der Nähe meines Wohnorts eine Mine entdeckt wurde. Ich wollte arbeiten und genug Geld verdienen, um mir ein eigenes Haus zu bauen. Es dauert so lange, hinunter- und wieder hinaufzukriechen, dass ich manchmal eine Woche unten blieb, bevor ich wieder nach oben kam. Jeden Monat sterben hier Menschen, wenn eines dieser Löcher zusammenstürzt“.

Chance, 16

Vor fünf Jahren war dieser Ort noch ein Dschungel. Heute werden hier 20 000 Menschen im Transport und Abbau von Mineralien beschäftigt. Sie kommen von weit her mit dem Traum, Geld zu verdienen. Doch die Lebenshaltungskosten sind aufgrund der Schutzgelder, die bewaffnete Gruppen verlangen, so hoch, dass es sich die meisten Menschen nicht leisten können, wieder wegzugehen. Im ganzen östlichen Kongo gibt es Hunderte solcher Bergwerke. Schätzungen zufolge werden allein in Bisie Mineralien im Wert von 70 Millionen US-Dollar jährlich gefördert.

Wenn die Mineralien über Tage sind, werden sie in Städte wie Ndjingala, Osakari und Mubi transportiert. Die Träger legen in zwei Tagen 90 Kilometer zurück und tragen jeweils 50 Kilo. Jeden Tag kommen 600 Träger mit 30 Tonnen Mineralien aus den Wäldern.

Kassiterit aus Bisie wird von Zwischenhändlern gekauft, die mit Exporteuren und internationalen Händlern zusammenarbeiten, die das Erz an Schmelzhütten auf dem freien Markt verkaufen. In den Schmelzhütten wird das Zinn raffiniert und entweder direkt oder über internationale Metallbörsen an Lötmaschinenhersteller verkauft. Schließlich wird das Lötzinn an Hersteller verkauft, die es in der Produktion von elektronischen Geräten einsetzen.

„Als ich das erste Mal in das Loch hinunterkroch, hielt ich es nicht lange aus. Ich war die Hitze nicht gewöhnt und konnte nur zwei Stunden unten bleiben. Doch ich musste wieder und wieder hinuntersteigen, viel arbeiten und wieder hinaufsteigen“, erzählt Chance.
„Es war sehr heiß, und ich hielt es nicht aus. Während eines Massakers flüchtete ich aus dem Bergwerk in Bisie. Doch mein Traum hatte sich nicht erfüllt, weshalb ich jetzt nach Hause zurückgekehrt bin, um die Schule abzuschließen.“

Der World Wide Fund For Nature (WWF) bezeichnet die Demokratische Republik Kongo (DRK) wegen ihres Artenreichtums als eines der wichtigsten Zentren der Welt für Biodiversität. Nach Aussage des WWF besteht die Herausforderung darin, die Wälder des Kongo, ihre Arten und den in den Sumpfwäldern gebundenen Kohlenstoff zu erhalten und gleichzeitig für eine Verbesserung der Lebensbedingungen des kongolesischen Volkes zu sorgen.

Dies ist eine globale Herausforderung. Im Millenniums- Entwicklungsziele-Bericht 2005 stellen die Vereinten Nationen fest, dass „trotz der zahlreichen Vorteile der Globalisierung fast die Hälfte der 2,8 Milliarden Arbeiter weltweit von weniger als 2 US-Dollar pro Tag leben muss und über 500 Millionen davon mit der Hälfte auskommen müssen“. Weiter heißt es, dass die „Verringerung der Armut mehr Arbeitsplätze und produktivere Beschäftigungsmöglichkeiten erfordert.“

Der Text dieses Abschnitts von Signale beruht teilweise auf dem Dokumentarfilm Blutige Handys des Regisseurs Frank Piasecki Poulsen. Copyright der Kongo-Fotos: Mark Craemer.

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