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Weitermachen wie bisher ist keine Option für das Energiesystem

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80 % der Treibhausgasemissionen in Europa kommen nach wie vor aus dem Energiesektor, warnt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der heute veröffentlicht wurde. Der Sektor hat nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, wenngleich die effizientere Erzeugung von Strom und Wärme, der gestiegene Anteil erneuerbarer Energiequellen und der Ersatz von Kohle und Öl durch Gas schrittweise dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen in Europa zu verringern.

Der Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft „geschieht nicht rasch genug, um die Zukunft der Umwelt zu sichern

Professor Jacqueline McGlade, Verwaltungsdirektorin der EUA

80 % der Treibhausgasemissionen in Europa kommen nach wie vor aus dem Energiesektor, warnt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der heute veröffentlicht wurde. Der Sektor hat nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, wenngleich die effizientere Erzeugung von Strom und Wärme, der gestiegene Anteil erneuerbarer Energiequellen und der Ersatz von Kohle und Öl durch Gas schrittweise dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen in Europa zu verringern. 

Der Energie- und Umweltbericht 2008 (auf der EUA-Website verfügbar) bestätigt, dass der Energieverbrauch bis zum Jahre 2030 um bis zu 26 % steigen wird, wenn die Europäer einfach an ihren derzeitigen Politiken und Maßnahmen festhalten – und fossile Brennstoffe werden die Hauptversorgungsquelle bleiben. „Ein Weiterso ist keine Option für das Energiesystem“, betonte Professor Jacqueline McGlade, Verwaltungsdirektorin der EUA, bei der heutigen Vorstellung des Berichts im Europäischen Parlament in Straßburg. Der Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft „geschieht nicht rasch genug, um die Zukunft der Umwelt zu sichern“, sagte sie.

„Energie aus fossilen Brennstoffen ist die Hauptursache für den vom Menschen verursachten Klimawandel“, sagte Professor McGlade heute beim gemeinsamen parlamentarischen Treffen zu Energie und nachhaltiger Entwicklung. „Die Verpflichtung Europas zu einer Post-Kohlenstoff-Wirtschaft und zu nachhaltigen erneuerbaren Energien ist entscheidend für die Wahrung der Energiesicherheit und die Bewältigung des Klimawandels“, fügte sie hinzu.

Der Energie- und Umweltbericht 2008 präsentiert einige positive Ergebnisse im Hinblick auf das Wachstum des Sektors der erneuerbaren Energien und dessen Potenzial, Emissionen zu verringern und die Luftqualität zu verbessern. Im Jahr 2005 entfielen jedoch lediglich 8,6 % des Endenergieverbrauchs in Europa auf erneuerbare Energien – noch recht weit entfernt vom EU-Ziel von 20% im Jahr 2020.  

Weitere wichtige Ergebnisse des Berichts:

  • Der Stromverbrauch europäischer Haushalte hat in den letzten 15 Jahren um 31 % zugenommen, obwohl die Strompreise für Endnutzer im Vergleich zur Mitte der 1990er Jahre um durchschnittlich 17 % gestiegen sind.
  • Mehr als 54 % der in Europa genutzten Energie wurde im Jahr 2005 aus Drittländern importiert. Russland ist der größte Einzelenergieexporteur in die EU und stellte 2005 18,1 % des gesamten Primärenergieverbrauchs der EU-27 bereit.
  • Zwischen 1990 und 2005 betrug das durchschnittliche BIP-Wachstum der EU-27 2,1 %, während die energiebedingten CO2-Emissionen um insgesamt 3 % sanken. Im selben Zeitraum stiegen die CO2-Emissionen in den Vereinigten Staaten um 20 % und in China auf das Doppelte an.

Hinweise für die Redaktion

Der Energie- und Umweltbericht 2008 (auf der EUA-Website verfügbar) bewertet die wichtigsten Faktoren, ökologischen Belastungen und Auswirkungen von Energieerzeugung und -verbrauch und berücksichtigt dabei die Hauptziele der Europäischen Energie- und Umweltpolitik: Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, erhöhte Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie ökologische Nachhaltigkeit. Der Bericht befasst sich mit sechs Grundfragen der Politik, stellt gegenwärtige Entwicklungen in der EU vor und vergleicht diese mit anderen Staaten.

Mitglieder des Europäischen Parlaments, nationaler Parlamente der Europäischen Union und der Kandidatenländer kommen am 20. und 21. November in Straßburg zu einer Gemeinsamen Parlamentarischen Versammlung über Energie und nachhaltige Entwicklung zusammen.

Mitgliedsländer der EUA: Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Schweiz, Türkei und Vereinigtes Königreich.

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