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Signals 2002

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PRESSEMITTEILUNG


Kopenhagen/Brüssel, 23. Mai 2002


Unausgewogene Fortschritte bei den Bemühungen, die Belastung der Umwelt in Europa zu verringern


Die zur Verringerung der Belastungen der Umwelt in Europa unternommenen Anstrengungen machen ungleichmäßige Fortschritte, während die Belastung einiger natürlicher Ressourcen, insbesondere von Fischbeständen und Land, weiterhin zunimmt, wie die neueste jährliche Bewertung der Europäischen Umweltagentur zeigt.

Der Bericht Umweltsignale 2002, der heute auf einer Reihe von Veranstaltungen in Brüssel vorgestellt wird, weist auf positive allgemeine Tendenzen in der Europäischen Union bei den Emissionen von klimaverändernden Treibhausgasen und bei der Abfallerzeugung sowie auf einen nachweislichen Rückgang der Wasser- und Luftverschmutzung hin.

Trotz eines leichten Anstiegs im Jahr 2000, sind die Treibhausgasemissionen um 3,5 % niedriger als 1990. Die Emissionen mehrerer Luftschadstoffe konnten erheblich reduziert werden. Das Abfallaufkommen scheint trotz einer anhaltenden Zunahme langsamer zu wachsen als die Wirtschaft, und durch die Einrichtung zahlreicher neuer Kläranlagen gingen die Einleitungen verschmutzender Abwässer in Flüsse und andere Gewässer zurück.

Diese allgemeinen Reduzierungen sind jedoch in vielen Fällen auf erhebliche Senkungen in nur einigen wenigen Ländern oder Wirtschaftssektoren zurückzuführen, warnt der Bericht. Viele Länder und einige Sektoren haben keinen Beitrag zu den positiven Tendenzen geleistet, wodurch die Fortschritte uneinheitlich sind.

Die Auswirkungen dieser Belastungen geben nach wie vor Anlass zur Sorge, da die Verbesserungen in der Umweltqualität aufgrund dieser Senkungen erst mit Verzögerung eintreten zumal hohe Grundkonzentrationen von Schadstoffen aus früheren Emissionen und ausserhalb gelegenen Quellen vorhanden sind.

Folglich sind große Gebiete natürlichen Lebensraums und landwirtschaftlicher Nutzflächen noch immer der Versauerung ausgesetzt. Es gibt wenige Anzeichen dafür, dass die Eutrophierung in den Küstengewässern weniger problematisch wird. Ein erheblicher Anteil der Stadtbevölkerung in Europa bleibt hohen Konzentrationen schädlichen Ozons in Bodennähe und von Feinstaub ausgesetzt.

Die Belastung einiger natürlicher Ressourcen nimmt weiterhin zu, was insbesondere auf die Fischerei zutrifft. Trotz eines allgemeinen Rückgangs in der Flottenkapazität laufen viele der kommerziell wichtigen europäischen Fischbestände aufgrund fortgesetzter Überfischung große Gefahr, zu kollabieren.

Die Landressourcen sind ebenfalls weiterhin stark belastet, beispielsweise durch die Zersiedelung der Landschaft und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat die bebaute Fläche in den größeren west- und osteuropäischen Ländern um ca. 20 % zugenommen, deutlich schneller als das Bevölkerungswachstum der EU (6 %). Dies hat zu einem Verlust oder der Störung von Naturgebieten und einer starken Zerschneidung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in einem Großteil Europas geführt.

Der Exekutivdirektor der EUA, Domingo Jiménez-Beltrán, sagte:

"Es ist noch ein weiter Weg zurückzulegen, bis gewährleistet werden kann, dass Umweltfragen neben wirtschaftlichen und sozialen Überlegungen im Entscheidungsfindungsprozess das angemessene Gewicht beigemessen wird.

Die Bereitstellung von Informationen über die Umwelt wie durch diese jährliche Überprüfung des Zustands der Umwelt ist daher wesentlich, wenn es darum geht, politische und andere Initiativen so zu überarbeiten, neu auszurichten und zu verbessern, dass sie zu dem Endziel eines nachhaltigeren Europas beitragen."

Er fuhr fort:

"Jährliche Umweltüberprüfungen ergeben in der Regel keine drastischen Veränderungen im Zustand der Umwelt: ihr Wert liegt in der Ermittlung der zugrunde liegenden Tendenzen und Erwartungen im Hinblick auf Veränderungen sowie in der frühzeitigen Warnung vor potenziellen Problemen.

Der diesjährige Bericht zeigt im Hinblick auf die behandelten Themen ein gemischtes Bild ohne größere Veränderungen im Zustand der Umwelt seit der Veröffentlichung des ersten Berichts Umweltsignale vor zwei Jahren.

In gewissem Maße zeichnen sich jedoch auf politischer Ebene in der EU die Voraussetzungen für künftige Veränderungen ab. Dies ist der Annahme der EU-Strategie für eine nachhaltige Entwicklung, der Fertigstellung des sechsten Umweltaktionsprogramms und den kontinuierlichen Bemühungen um die Einbeziehung von Umweltbelangen in die sektorbezogenen Politiken zu verdanken, auch wenn die Ergebnisse manchmal enttäuschend gewesen sind."

Herr Jiménez-Beltrán zog drei wesentliche Schlussfolgerungen aus dem Bericht Umweltsignale 2002:

  • Aus dem Prozess der "Dematerialisierung" -- der Verbesserung der Lebensqualität bei gleichzeitig geringerem Energie- und Materialverbrauch --, der infolge des Übergangs zu einer stärker dienstleistungsbezogenen Wirtschaft erwartet worden war, ist noch nicht in vollem Umfang Nutzen gezogen worden.
    • Manche Umweltbelastungen sind nach wie vor eng mit der Wirtschaftsentwicklung verknüpft. Beispiele hierfür sind die durch den Verkehr und den Fremdenverkehr verursachten Treibhausgasemissionen; die Land- und Bodendegradation; der Energie- und Ressourcenverbrauch der Haushalte; sowie die Dezimierung des Fischbestands durch Überfischung. Weitere Belastungen wie durch den Bergbau und gewerbliche Abfälle steigen langsamer als die Wirtschaft wächst, nehmen aber absolut gesehen immer noch zu.
  • Im Durchschnitt nutzt die EU die Energie zwar auf effizientere Weise, in absoluten Zahlen reduziert sie den Energieverbrauch aber noch immer nicht. Ebenso haben zwar einige Länder gezeigt, dass Ziele, wie die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an ihrem Energiemix, erreicht werden können, in anderen hat sich jedoch die Energieeffizienz verschlechtert. Die erfolgreiche Verbreitung der erneuerbaren Energien wird von einem allgemeinen Anstieg des Energieverbrauchs, insbesondere des Stromverbrauchs, untergraben.
  • Der Beitrag der Haushalte zu den Umweltbelastungen wird häufig übersehen. Da die Verbrauchsniveaus parallel zum verfügbaren Einkommen ständig ansteigen, gewinnt die Notwendigkeit, den Verbrauchern dabei zu helfen, Entscheidungen in Kenntnis der Sachlage zu treffen, immer mehr an Bedeutung. Die Vergabe des Umweltzeichens und Aufklärungsmassnahmen wie Kampagnen zur Energieeinsparung nehmen zu, ihr Nutzen ist aber nur gering.

Der volle Wortlaut des Berichts Umweltsignale 2002 sowie eine Zusammenfassung können von der Website der EUA unter http://reports.eea.europa.eu/environmental_assessment_report_2002_9/ heruntergeladen werden.

Hinweise zur Redaktion

  • Unter Versauerung ist die Deposition von Säurebildnern zu verstehen, die Umweltmedien wie Süßwassersysteme, Wälder, den Boden und natürliche Ökosysteme schädigen können. Die Säurebildner entstehen größtenteils aus anthropogenen Emissionen drei gasförmiger Schadstoffe: Schwefeldioxid, Stickstoffoxiden und Ammoniak.
  • Unter Eutrophierung ist die übermäßige Anreicherung der Gewässer mit Nährstoffen zu verstehen, die schädliche biologische Wirkungen mit sich bringen, die wiederum zum Abbau des Sauerstoffgehalts der Gewässer führen, wodurch ihre Fähigkeit zur Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt beeinträchtigt wird.
  • Die EU hat als Richtziel festgelegt, bis zum Jahr 2010 den Anteil an erneuerbaren Energieträgern am gesamten Energieverbrauch auf 12 % und am Stromverbrauch auf 22,1 % zu erhöhen.

Über die EUA

Die Europäische Umweltagentur ist die wichtigste Quelle für Informationen, die von der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten für die Entwicklung der Umweltpolitiken genutzt werden. Die Agentur setzt ihre Bemühungen daran, die nachhaltige Entwicklung zu unterstützen und zur Verwirklichung bedeutender und messbarer Verbesserungen der Umwelt in Europa beizutragen, indem sie den politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit aktuelle, gezielte, relevante und zuverlässige Informationen zur Verfügung stellt. Von der Europäischen Union im Jahr 1990 errichtet und seit 1994 in Kopenhagen ansässig, ist die EUA Schaltstelle des Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes (EIONET), einem Netz von etwa 600 Einrichtungen in ganz Europa, über das sie umweltbezogene Daten und Informationen sammelt und verbreitet.

Die Agentur, die allen Nationen offen steht, die ihre Ziele teilen, zählt gegenwärtig 29 Mitgliedstaaten. Dies sind die 15 EU-Mitgliedstaaten; Island, Norwegen und Liechtenstein, die Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums sind; und 11 der 13 Staaten in Mittel- und Osteuropa und im Mittelmeerraum, die sich um den Beitritt zur Europäischen Union bemühen -- Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Rumänien, Slowenien und die Slowakische Republik. Durch ihre Mitgliedschaft ist die EUA zur ersten Einrichtung der EU geworden, die die Beitrittskandidaten aufgenommen hat. Man kann davon ausgehen, dass die verbleibenden zwei Beitrittskandidaten, Polen und die Türkei, ihre Mitgliedsvereinbarungen in den kommenden Monaten ratifizieren werden. Somit werden dann 31 Staaten Mitglied der Agentur sein. Verhandlungen über eine Mitgliedschaft der Schweiz sind ebenfalls im Gange.



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