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Mehr Unterstützung erforderlich für landwirtschaftliche Gebiete mit hohem Naturschutzwert um Artenverlust zu verhindern

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Die Europäische Union wird ihr Ziel, den Artenverlust bis zum Jahr 2010 zu stoppen, nicht ereichen, wenn sie nicht mehr gegen den Rückgang von landwirtschaftlichen Gebieten mit hohem Naturschutzwert unternimmt, warnten heute die Europäische Umweltagentur (EUA) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).

PRESSEMITTEILUNG


Kopenhagen/Dublin, 29. April 2004


Mehr Unterstützung erforderlich für landwirtschaftliche Gebiete mit hohem Naturschutzwert um Artenverlust zu verhindern


Die Europäische Union wird ihr Ziel, den Artenverlust bis zum Jahr 2010 zu stoppen, nicht ereichen, wenn sie nicht mehr gegen den Rückgang von landwirtschaftlichen Gebieten mit hohem Naturschutzwert unternimmt, warnten heute die Europäische Umweltagentur (EUA) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).


Landwirtschaftliche Gebiete von hohem Naturschutzwert - in der Regel Gebiete mit extensiver landwirtschaftlicher Nutzung, die der Tier- und Pflanzenwelt Raum zur Entfaltung bietet - spielen eine entscheidende Rolle, wenn das Ziel erreicht werden soll, den Verlust der Artenvielfalt bis 2010 zu stoppen.


Umweltminister aus ganz Europa vereinbarten im vergangenen Jahr, bis zum Jahr 2006 die landwirtschaftlichen Gebiete von hohem Naturschutzwert zu beschreiben. Sie verpflichteten sich ferner, bis 2008 ihre wirtschaftliche und ökologische Lebensfähigkeit durch Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung in einem großen Teil dieser Gebiete zu unterstützen.


In einem gemeinsamen Bericht von EUA und UNEP zur Unterstützung dieses Prozesses wird geschätzt, dass 15 bis 25 % der ländlichen Gebiete in der EU Gebiete von hohem Naturschutzwert sind; die größten dieser Gebiete liegen in Ost- und Südeuropa sowie im Norden Großbritanniens. Die Situation außerhalb der EU ist nicht bekannt, da entsprechende Daten schwer zu finden sind.


In diesem Bericht wird warnend darauf hingewiesen, dass landwirtschaftliche Gebiete von hohem Naturschutzwert durch zwei gegensätzliche Trends stark unter Druck stehen, nämlich durch eine zunehmend intensive Landwirtschaftlich in einigen Gebieten und die Aufgabe von landwirtschaftlicher Nutzung andernorts.


Da nur weniger als ein Drittel der landwirtschaftlichen Gebiete von hohem Naturschutzwert in der EU auch Naturschutzgebiete sind, hängt ihre Erhaltung weitgehend von den Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung ab, die im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik der EU ergriffen werden können.


Die wichtigsten Maßnahmen sind hierbei die Zahlung von Beihilfen für Landwirte in benachteiligten Gebieten - wie Mittelgebirgs- und Gebirgslandschaften - sowie spezielle Umweltmaßnahmen, sogenannte Agrarumweltprogramme.


In der Studie wird festgestellt, dass zwar benachteiligte Gebiete und landwirtschaftliche Gebiete von hohem Naturschutzwert sich geographisch überschneiden, die tatsächlichen Zahlungen für benachteiligte Gebiete jedoch keine Beziehung dazu haben, wie hoch der Umfang eines Landes an landwirtschaftlichen Gebieten von hohem Naturschutzwert ist.


Darüber hinaus scheinen die Agrarumweltprogramme nicht immer zielgerecht zu sein, denn Agrarumweltausgaben sind in Ländern mit einem hohen Anteil an landwirtschaftlichen Gebieten von hohem Naturschutzwert, insbesondere in Südeuropa, vergleichsweise niedrig.


Die Exekutiv-Direktorin der EUA, Frau Prof. Jacqueline McGlade, sagte dazu:


"Die derzeitigen politischen Maßnahmen scheinen nicht auszureichen, um einem weiteren Rückgang der landwirtschaftlichen Gebiete von hohem Naturschutzwert entgegen zu wirken und das für 2010 gesteckte Ziel der Artenvielfalt zu erreichen. Es ist zu überlegen, wie die geographische Ausrichtung von Agrarbeihilfen verbessert werden kann, und dabei geht es insbesondere um die Unterstützung für benachteiligte Gebiete und die Agrarumweltprogramme."


"Gleichzeitig sind größere Anstrengungen erforderlich, um Informationslücken bezüglich der Gezieltheit und Effizienz von Unterstützungsmaßnahmen sowie der Verteilung von Lebensräumen und Arten zu schließen."


Frits Schlingemann, Direktor des UNEP-Regionalbüros für Europa, fügte hinzu:


"In den letzten Jahrzehnten ist die Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen in Europa stark zurückgegangen. Rationalisierungen in großem Umfang sowie die Intensivierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung haben ihren Tribut verlangt."


"Durch die steigende Fokussierung der Gemeinsamen Agrarpolitik auf nicht kommerzielle Aspekte sowie den Leitgrundsatz der Nachhaltigkeit hoffen wir, dass dieser Bericht die politische Diskussion anregen und Länder und Institutionen ermutigen wird, das Konzept der landwirtschaftlichen Gebiete von hohem Naturschutzwert weiter zu präzisieren und Schutzmassnahmen besser auszurichten."


Zu den landwirtschaftlichen Gebiete von hohem Naturschutzwert gehören Lebensräume wie naturnahes Grünland, halboffene Lebensräume wie Dehesas und Montados, Steppengebiete, hochgelegene beweidete Heideflächen sowie Almen und Bergwiesen. Es gibt nur wenig genaue Informationen darüber, wie gut diese Gebiete erhalten sind. Fest steht jedoch, dass die Gesamtpopulation von dort vorkommenden Vogelarten, wie Großtrappe, Birkhuhn und Wachtelkönig, zurückgeht.


Prof. McGlade und Herr Schlingemann stellten den Bericht als "gemeinsame Botschaft" bei einer von der irischen Regierung und der EUA gemeinsam organisierten Konferenz über die Rolle von Umweltinformationen vor.


Den Bericht High nature value farmland: Characteristics, trends and policy challenges finden Sie unter http://reports.eea.europa.eu/report_2004_1


Anmerkungen für die Redaktion


  • Die EU hat sich verpflichtet, dem Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 Einhalt zu gebieten. Dasselbe Ziel wurde im Rahmen des "Umwelt für Europa"-Prozesses durch Umweltminister aus ganz Europa bei ihrem Treffen im Mai 2003 in Kiew (Ukraine) angenommen.
  • Agrarumweltmaßnahmen begünstigen Landwirte für ein über eine gute landwirtschaftliche Praxis hinaus gehendes Umweltengagement.



Über die EUA


Die Europäische Umweltagentur ist die führende europäische Einrichtung zur Bereitstellung von verlässlichen und unabhängigen Umweltinformationen für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit. Die EUA wurde im Jahre 1990 von der Europäischen Union in Kopenhagen eingerichtet und hat 1994 ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie ist der zentrale Knotenpunkt des Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes (Eionet), eines Netzes von etwa 300 Einrichtungen in ganz Europa, mit deren Hilfe es umweltbezogene Daten und Informationen sammelt und verbreitet. Die Agentur, die allen Nationen mit der gleichen Zielsetzung offen steht, hat gegenwärtig 31 Mitgliedsländer: die 15 EU-Mitgliedstaaten, die 13 Beitritts- und Kandidatenländer sowie Island, Liechtenstein und Norwegen. Mit der Schweiz werden Verhandlungen über eine Mitgliedschaft geführt.


Über die UNEP


Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP befasst sich im Rahmen der Vereinten Nationen mit Umweltthemen aller Art. Mit dem Slogan "Umwelt für Entwicklung" möchte UNEP bei den Bemühungen um die Umwelt eine Führungsrolle übernehmen und Partnerschaften fördern, indem sie Nationen und Völker anregt, informiert und dazu befähigt, ihre Lebensqualität zu verbessern, ohne die Lebensqualität künftiger Generationen aufs Spiel zu setzen. Weitere Informationen unter www.unep.org



Weitere Informationen sind erhältlich bei:

UNEP
Robert Bisset
UNEP-Sprecher in Europa
Tel: +33 1 4437 7613
Fax: +33 1 4437 1474
Mobil: +33 6 2272 5842
E-Mail: Robert.Bisset@unep.fr




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