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Treibhausgasemissionen in der EU das zweite Jahr in Folge angestiegen

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Die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union sind das zweite Jahr in Folge angestiegen; damit ist die EU im Hinblick auf ihre Verpflichtung, bis zum Zeitraum 2008-2012 eine erhebliche Reduzierung der Emissionen zu erzielen, weiter in Rückstand geraten.

PRESSEMITTEILUNG

Kopenhagen, 6. Mai 2003

Zur sofortigen Veröffentlichung

Treibhausgasemissionen in der EU das zweite Jahr in Folge angestiegen

Die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union sind das zweite Jahr in Folge angestiegen; damit ist die EU im Hinblick auf ihre Verpflichtung, bis zum Zeitraum 2008-2012 eine erhebliche Reduzierung der Emissionen zu erzielen, weiter in Rückstand geraten.

Wie aus der von der Europäischen Umweltagentur zusammengestellten jährlichen Emissionsübersicht hervorgeht, sind die Gesamtemissionen der sechs Gase, die in weiten Kreisen für den globalen Klimawechsel verantwortlich gemacht werden, in der EU im Jahr 2001, dem Jahr mit den neuesten verfügbaren Daten, im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % angestiegen.

Aus einer vorläufigen Bewertung geht hervor, dass die Hauptgründe für den Anstieg in den meisten EU-Ländern zum einen der kalte Winter war, was dazu führte, dass Haushalte mehr Heizbrennstoffe verbrannten, und zum anderen die höheren Emissionen im Verkehr sowie der höhere Verbrauch fossiler Brennstoffe für die Strom- und Wärmeerzeugung.

Trotz des Anstiegs im Jahr 2000 lagen die Treibhausgasemissionen in der EU im Jahr 2001 2,3 % unter ihrem Stand von 1990. Dieser Rückgang fiel im Vergleich zu den beiden Jahren davor allerdings niedriger aus. Im Jahr 2000 waren die Emissionen um 3,3 % und 1999 um 3,6 % niedriger als 1990.

Laut dem Kioto-Protokoll zur Bekämpfung des Klimawechsels ist die EU verpflichtet, bis zum Zeitraum 2008-2012 ihre Emissionen dieser sechs Gase gegenüber dem Stand von 1990 um 8 % zu senken.

Die Übersicht enthält die besten verfügbaren Schätzungen und wird jährlich überarbeitet. Sie enthält keine Daten zu Veränderungen bei der Landnutzung und der Forstwirtschaft, durch welche Emissionen sowohl entstehen als auch ausgeglichen werden können, da dafür derzeit noch keine international anerkannten Methoden vorliegen.

Die Kohlendioxidemissionen (CO2) in der EU -- dem wichtigsten Treibhausgas -- das 82 % der Treibhausgasemissionen der EU ausmacht, erhöhten sich zwischen 2000 und 2001 um 1,6 %. Außerdem erreichten sie im Jahr 2001 ein 1,6 % höheres Niveau als 1990.

Überarbeiteten Zahlen zufolge stabilisierten sich die CO2-Emissionen der EU im Jahr 2000 gemäß der von ihr übernommenen Verpflichtung auf dem Stand von 1990, obwohl erste Daten im Jahr 2000 auf ein um 0,5 % niedrigeres

Niveau der CO2-Emissionen als 1990 schließen ließen.

Aufgrund erhöhter Heizanforderungen stiegen die CO2-Emissionen von Haushalten und kleinen Unternehmen im Jahr 2001 um 6,0 % im Vergleich zum vorangegangenen Jahr. Dies trug erheblich zum Anstieg der gesamten Treibhausgasemissionen in der EU bei. In Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich wurde der höchste Anstieg der CO2-Emissionen bei Haushalten und kleinen Unternehmen verzeichnet.

Zwischen 2000 und 2001 stiegen CO2-Emissionen aus Strom- und Wärmeerzeugung um 1,5 % und aus dem Transport und Verkehr um 1,3 %. Die Hauptgründe für den Anstieg liegen in der steigenden Erzeugung von Strom und Wärme aus fossilen Brennstoffen, insbesondere aus Kohle, sowie dem anhaltenden Anstieg des Verkehrsaufkommens, insbesondere im Straßenverkehr.

Die neuesten Zahlen zeigen, dass 10 von 15 Mitgliedstaaten ihren vereinbarten Anteil am Stabilisierungsziel für Treibhausgase in der EU bei Weitem nicht erfüllen werden. Dies trifft auf Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, die Niederlande, Portugal und Spanien zu.

Zwischen dem Jahr 2000 und 2001 verzeichneten Österreich (+4,8 %) und Finnland (+7,3 %) einen erheblichen Emissionsanstieg. Ersten Analysen zufolge war dieser teilweise auf den kalten Winter zurückzuführen, aber auch auf geringere Regenfälle, wodurch die Wasserkrafterzeugung in beiden Ländern verringerte und die finnischen Importe aus dem nordeuropäischen Strommarkt abnahmen. Infolgedessen mussten Österreich und Finnland ihre Nutzung fossiler Brennstoffe für die Strom- und Wärmeerzeugung ausweiten.

Irland, Spanien und Portugal sind am weitesten davon entfernt ihren Anteil am EU-Stabilisierungsziel für Treibhausgase zu erfüllen. Irlands Emissionen lagen im Jahr 2001 um 31 % über dem Stand von 1990 und damit mehr als doppelt so hoch als die 13 %, die zwischen 1990 und 2008-2012 erlaubt sind.

Aufgrund höherer Wasserkrafterzeugung, wodurch die Nutzung fossiler Brennstoffe für Strom und Wärme reduziert wurde, hat Spanien zum ersten Mal seit fünf Jahren seine Emissionen reduziert, nämlich um 1,1 % im Vergleich zum Jahr 2000.

Von allen Mitgliedstaaten verzeichnet Luxemburg die größte prozentuale Senkung der Treibhausgasemissionen, nämlich um 44 % seit 1990. Deutschland, der größte Treibhausgasemittent, hat die größte Reduzierung unter den großen Mitgliedstaaten erzielt, nämlich 18 % seit 1990. Allerdings verzeichnete Deutschland zwischen 2000 und 2001 einen Anstieg von 1,2 %.

Informationen zu den Emissionen in der EU und den Mitgliedstaaten sind im Anhang dieser Pressemitteilung aufgeführt. Für den Herbst 2003 plant die Europäische Umweltagentur (EUA) die Veröffentlichung einer Analyse der Emissionszahlen und --tendenzen und der neuesten Prognosen für 2010.

Die Übersicht kann auf der EUA-Website unter http://reports.eea.europa.eu/technical_report_2003_95 eingesehen werden.

Anmerkungen für die Redaktionen

  • Anhand des Kioto-Protokolls von 1997 zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen werden die CO2-, Methan- (CH4) und Stickstoffemissionen (N2O) sowie die Emissionen der drei fluorierten Industriegase Fluorkohlenwasserstoff (H-FKW), Perfluorkohlenwasserstoff (FKW) und Schwefelhexafluorid (SF6) in den Industrieländern überwacht. Auf die EU entfallen rund 24 % der vom Menschen verursachten Emissionen dieser sechs Gase in den Industrieländern. Für das Inkrafttreten des Protokolls fehlt noch die erforderliche Anzahl an Ratifizierungen.
  • Eine Vereinbarung der EU-Regierungen zur "Lastenteilung" sieht für die einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedliche Emissionsgrenzen vor, wodurch sichergestellt werden soll, dass die EU ihrer im Rahmen des Protokolls eingegangenen Verpflichtung einer Gesamtreduzierung von 8 % nachkommt. Die Grenzwerte werden in Prozent ausgedrückt; die Mitgliedstaaten müssen ihre Emissionen im Vergleich zum Stand des Bezugsjahrs um diesen Prozentsatz senken oder dürfen ihn in einigen Fällen aufrechterhalten bzw. erhöhen. Die Verpflichtungen der einzelnen Staaten sind in Tabelle 1 im Anhang aufgeführt. Zur Vereinfachung wird 1990 in dieser Pressemitteilung als Bezugsjahr für alle Gase verwendet. Tatsächlich stützt sich die Übersicht für die drei fluorierten Gase auf 1995 als Bezugsjahr, was nach dem Protokoll zulässig ist. Die meisten Mitgliedstaaten ziehen diese Lösung vor.
  • Die Übersicht wurde anhand von Daten erstellt, die von den Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt und von der EUA und ihrem Topic Centre on Air and Climate Change [Themenzentrum Luft und Klimaveränderung] für die Europäische Kommission einer Qualitätsprüfung unterzogen wurden. Die Kommission hat sie dem UNFCCC-Sekretariat vorgelegt. Die Übersicht wurde als Technical Report Nr. 95 der EUA unter dem Titel Annual European Community Greenhouse Gas Inventory 1990-2001 and Inventory Report 2003. Submission to the Secretariat of the UNFCCC veröffentlicht.
  • Da den Mitgliedstaaten inzwischen verbesserte Methoden zur Emissionsschätzung und/oder bessere Daten zu wirtschaftlichen Aktivitäten zur Verfügung stehen, wurden die Zahlen für das Jahr 2000 sowie die Jahre davor überarbeitet. Die Senkung der Gesamttreibhausgasemissionen in der EU zwischen 1990 und 2000 wurden von 3,5 % in der letztjährigen Übersicht auf 3,3 % zurückgenommen.


Über die EUA Die Europäische Umweltagentur ist bei der Entwicklung von Umweltpolitik die wichtigste Informationsquelle der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten. Die Agentur möchte nachhaltige Entwicklungen und die Umwelt in Europa durch aktuelle, gezielte, wichtige und zuverlässige Informationen für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit bei der Erzielung von wichtigen und messbaren Verbesserungen unterstützen. Seit ihrer Gründung durch die EU 1990 ist die EUA mit Sitz in Kopenhagen der zentrale Punkt für das europäische Umweltinformations- und Umweltüberwachungsnetz (Eionet) -- einem Netz aus ca. 300 Einrichtungen in ganz Europa, das umweltrelevante Daten und Informationen sammelt und verbreitet.

Die Agentur, die allen Staaten mit der gleichen Zielsetzung offen steht, zählt derzeit 31 Mitgliedsländer. Dazu gehören die 15 EU-Mitgliedstaaten, Island, Norwegen und Liechtenstein, die Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums sind, sowie 13 Beitritts- oder Bewerberländer, nämlich Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowenien, die Slowakische Republik, die Tschechische Republik , die Türkei, Ungarn und Zypern. Die EUA bezieht als erste Einrichtung der EU die Beitrittsländer mit ein. Auch mit der Schweiz laufen derzeit Verhandlungen über eine Mitgliedschaft in der EUA.

Anhang Die nachstehenden Zahlen und Tabellen enthalten für jeden Mitgliedstaat Angaben über die Tendenzen bei den Emissionen der sechs Treibhausgase bis 2001, wobei Emissionen aus dem internationalen Flugverkehr und Seetransport sowie Emissionen und Entnahmen, die auf Veränderungen bei der Landnutzung und auf die Forstwirtschaft zurückzuführen sind, nicht berücksichtigt wurden.

Abbildung 1: EU-Treibhausgasemissionen insgesamt in Bezug auf das Ziel von Kioto

EU-Treibhausgasemissionen insgesamt in Bezug auf das Ziel von Kioto

Tabelle 1: Trends bei den Treibhausgasen und Ziele des Kioto-Protokolls für 2008-2012

Trends bei den Treibhausgasen und Ziele des Kioto-Protokolls für 2008-2012

1) Bezugsjahr für CO2, CH4 und N2O ist 1990; für fluorierte Gase wurde 1995 gewählt, was im Rahmen des Kioto-Protokolls erlaubt ist. Die meisten Mitgliedstaaten ziehen diese Lösung vor.

2)Im Falle von Dänemark sind die Daten, die Angleichungen in Bezug auf den Elektrizitätshandel (Einfuhr und Ausfuhr) und Temperaturunterschiede im Jahr 1990 wiederspiegeln, in Klammern angegeben. Diese Methode wird von Dänemark angewandt, um den Fortschritt zur Verwirklichung der einzelstaatlichen Ziele im Rahmen der "Lastenteilungsvereinbarung" der EU zu überwachen. Für die Summe der EU-Emissionen wurden die nicht angeglichenen dänischen Daten verwendet.

Abbildung 2: Indikator für die Entfernung vom Ziel (DTI) für die EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2001 (Ziele des Kioto-Protokolls und der EU-Lastenverteilungsvereinbarung)

Indikator für die Entfernung vom Ziel (DTI) für die EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2001

1) Der dänische DTI-Wert liegt bei +0,9 Indexpunkten, wenn die dänischen Treibhausgasemissionen für den Elektrizitätshandel (Einfuhr und Ausfuhr) und für Temperaturunterschiede angepasst werden.

Der Indikator für die Entfernung vom Ziel (DTI - Distance-to-Target Indicator ) ist ein Parameter für die Abweichung von den tatsächlichen Treibhausgasemissionen im Jahr 2001 vom linearen Zielpfad zwischen 1990 und dem Ziel nach dem Kioto-Protokoll für 2008-2012 unter der Voraussetzung, dass ausschließlich inländische Parameter verwendet werden (Abbildung 2). Beispiel: Irland darf bis 2008-2012 13 % über dem Stand von 1990 liegen, damit liegt sein theoretisches "lineares Ziel" für 2001 bei einem Anstieg von höchstens 7,2 %. Seine tatsächlichen Emissionen im Jahr 2001 weisen einen Anstieg von 31,1 % gegenüber dem Stand von 1990 auf; damit liegt sein DTI-Wert bei 31,1 minus 7,2, d. h. bei 23,9 Indexpunkten. Das Kioto-Ziel für Deutschland ist eine 21 %ige Reduzierung; damit liegt sein theoretisches ".lineares Ziel" für 2001 bei einer Reduzierung von 11,5 %. Die tatsächlichen Emissionen im Jahr 2000 liegen um 18,3 % unter dem Stand von 1990; damit liegt sein DTI- Wert bei 18,3 minus 11,5, d. h. bei 6,8 Indexpunkten.

Die Bewertung der EUA der Fortschritte bis 2001 verteilt "Smileys" je nach der Entfernung vom Ziel für 2001. Folgendes Bewertungssystem wird angewandt:

Positiver Beitrag zur EU-Tendenz: ein negativer DTI-Wert weist darauf hin, dass der Mitgliedstaat unter seinem linearen Zielpfad liegt

Negativer Beitrag zur EU-Tendenz: ein positiver DTI-Wert weist darauf hin, dass der Mitgliedstaat über seinem linearen Zielpfad liegt



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