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EU-Treibhausgasemissionen 2010 vermutlich gestiegen, langfristig jedoch weiterhin sinkende Tendenz

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Trotz einem nach ersten Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) beobachteten Anstieg des Ausstoßes von Treibhausgasen um 2,4 % im Jahr 2010 befindet sich die Europäische Union weiterhin auf dem besten Weg, die im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele zur Verringerung der Emissionen zu erreichen. Dem Anstieg 2010 ging 2009 ein Rückgang um 7 % voraus, der hauptsächlich auf die wirtschaftliche Rezession und die zunehmende Erzeugung von erneuerbarer Energie zurückzuführen war.

 Image © Jono Brennan

Viele unterschiedliche politische Maßnahmen haben aktiv zu der Senkung des Treibhausgasausstoßes beigetragen. Neben erneuerbaren Energien und Energieeffizienz haben Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft ebenfalls zur Reduktion der Emissionen beigetragen. Das zeigt, dass wir durch eine systematischere Betrachtung der klimatischen Auswirkungen von verschiedenen Maßnahmen diese Entwicklung weiterführen können.

Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA

Die jüngste Analyse der Treibhausgasentwicklungen in der EU wurde heute von der EUA in drei Berichten vorgestellt, die neben den Emissionswerten seit 1990 auch die Ziele der EU bei der Verringerung des Treibhausgasausstoßes bis 2020 und darüber hinaus beleuchten. Zudem behandeln sie die Fortschritte im Hinblick auf die Ziele des Kyoto-Protokolls, frühe Schätzungen für die Emissionswerte 2010 und eine Analyse der Emissionstreiber seit 1990. Insgesamt ging der Ausstoß in der EU seitdem um 15,5 % zurück.

Die EU-15-Emissionen lagen mit -10,7 % im Vergleich zum Basisjahr deutlich unter dem kollektiven Ziel einer Verringerung um 8 % für den Zeitraum 2008 bis 2012. Von den 15 EU-Mitgliedstaaten mit einer gemeinschaftlichen Verpflichtung im Rahmen des Kyoto-Protokolls (EU-15) hatten Ende 2010 Österreich, Italien und Luxemburg die dort festgelegten Ziele noch nicht erreicht.

Im Hinblick auf 2020 werden die EU-Mitgliedstaaten geplante Maßnahmen implementieren müssen, um die unilaterale Verpflichtung zu einer Senkung der Emissionen um 20 % einhalten zu können. Diese stellt eine Vorstufe zu den umfassenderen Emissionssenkungen dar, die langfristig erforderlich sind, um eine CO2-arme Wirtschaft aufzubauen.

„Viele unterschiedliche politische Maßnahmen haben aktiv zu der Senkung des Treibhausgasausstoßes beigetragen“, erklärt Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA. „Neben erneuerbaren Energien und Energieeffizienz haben Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft ebenfalls zur Reduktion der Emissionen beigetragen. Das zeigt, dass wir durch eine systematischere Betrachtung der klimatischen Auswirkungen von verschiedenen Maßnahmen diese Entwicklung weiterführen können.“

Wichtigste Ergebnisse

  • Ersten Schätzungen für 2010 zufolge stiegen die Treibhausgasemissionen in der EU im Vergleich zu 2009 um 2,4 % an (mit einer Fehlertoleranz von +/- 0,3 %). Dies geschah infolge der wieder erstarkten Wirtschaft in vielen Ländern und des außergewöhnlich kalten Winters, der zu einem höheren Heizwärmebedarf führte. Die Zunahme fiel jedoch durch einen vermehrten Umstieg von Kohle auf Erdgas und das anhaltend starke Wachstum bei der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen geringer aus als befürchtet.
  • In den EU-15-Staaten lagen die Emissionen 10,7 % unter denen des Basisjahres (meist 1990) und somit deutlich unter dem gemeinschaftlichen Ziel einer Verringerung um 8 %. Staaten, die ihr Ziel bisher noch nicht erfüllt haben (Österreich, Italien und Luxemburg) sollten weitere Maßnahmen ergreifen, um die Einhaltung zu sichern, entweder durch eine weitere Ausstoßverringerung oder eine verstärkte Nutzung der flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls.
  • Die EUA-Mitgliedsländer und teilnehmende Länder, die nicht der EU angehören und einem Kyoto-Ziel zugestimmt haben, kamen bis Ende 2009 planmäßig voran, abgesehen von Liechtenstein und der Schweiz. Letztere hat nun bereits entschieden, zukünftig mehr von den flexiblen Mechanismen Gebrauch zu machen, um ihr Ziel einzuhalten.
  • Maßnahmen in Sektoren, die nicht unter den EU-Emissionshandel fallen, wie Verkehr, Privathaushalte oder Abfallentsorgung sind für das Erreichen der im Rahmen des 2009 beschlossenen Klima- und Energiepakets der EU festgelegten nationalen Ziele für 2020 besonders wichtig.
  • Die Trendanalyse der EUA zeigt, dass die Treibhausgasemissionen in den letzten beiden Jahrzehnten stark von der wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst wurden. In der letzten Zeit ist laut der EUA-Analyse jedoch auch durch die EU-Maßnahmen ein positiver Einfluss auf di Emissionen zu beobachten.

Hinweise für die Redaktion

Die drei heute von der EUA vorgestellten Berichte zeichnen ein umfassendes Bild der vergangenen und künftigen Entwicklungen der Treibhausgasemissionen in Europa:

  • Der technische Bericht der EUA „Approximated EU GHG inventory: Early estimates for 2010“ (Geschätztes Treibhausgasinventar der EU: Frühe Schätzungen für 2010) enthält die ersten Zahlen zum Treibhausgasausstoß in der EU für 2010 nach der Veröffentlichung der konsolidierten Emissionswerte für 2009 im Juni. Die endgültigen Daten für 2010 werden im Mai 2012 bei der Vorlage des Berichts zum Treibhausgasinventar der EU bei der UNFCCC vorgestellt.
  • Der EUA-Bericht „Tracking progress towards Kyoto protocol and 2020 targets in Europe“ (Fortschritte auf dem Weg zum Kyoto-Protokoll und den 2020-Zielen in Europa) verfolgt die bereits erzielten oder erwarteten Fortschritte der europäischen Staaten im Hinblick auf die angestrebten Ziele für Treibhausgasemissionen. Die EUA-Analyse untermauert dabei den ebenfalls heute veröffentlichten Bericht der Europäischen Kommission zu diesem Thema.
  • Der EUA-Bericht „Greenhouse gas emissions in Europe: a retrospective trend analysis for the period 1990-2008“ (Treibhausgasemissionen in Europa: Eine Trendanalyse im Rückblick auf den Zeitraum 1990-2008) gibt einen Überblick über die Treiber des Ausstoßes von Treibhausgasen in der EU seit 1990 unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Maßnahmen auf EU-Ebene.

Hintergrund der Verpflichtungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls haben sich die EU-15-Staaten gemeinschaftlich verpflichtet, zwischen 2008 und 2012 die Emissionen im Vergleich zum „Basisjahr“ (meist 1990) um durchschnittlich 8 % zu senken. Alle EU-12-Staaten außer Zypern und Malta verfolgen nationale Emissionsziele im Rahmen von Kyoto. Die EU-27-Staaten verfolgen im Protokoll jedoch ein gemeinschaftliches Ziel und können die Veränderungen beim Treibhausgasausstoß somit nicht an einem Basisjahr messen. Die Vergleichswerte aus dem Jahr 1990 sind maßgeblich für die EU-27-Staaten, da sie sich verpflichtet haben, bis 2020 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um mindestens 20 % zu senken (oder sogar um 30 %, wenn es die Bedingungen erlauben). Dieses Ziel ist auch eines der Kernziele der Strategie „Europa 2020“.

Über die Europäische Umweltagentur (EUA)

Die EUA hat ihren Sitz in Kopenhagen. Ziel der Agentur ist es, durch die zeitnahe Bereitstellung von zielgerichteten, relevanten und zuverlässigen Informationen für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit zu einer deutlichen und messbaren Verbesserung der Umwelt Europas beizutragen.

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