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Kommission und EUA veröffentlichen umfassende Informationen über die industrielle Schadstoffbelastung Ihrer Umwelt

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Die Europäische Kommission und die Europäische Umweltagentur (EUA) haben heute den Startschuss für das Europäische Schadstoffemissionsregister (EPER) gegeben, das erstmals europaweit erfasst, wie groß die Belastung von Luft und Wasser durch die Industrie ist.

PRESSEMITTEILUNG


Brüssel/Kopenhagen, 23. Februar 2004


Kommission und EUA veröffentlichen umfassende Informationen über die industrielle Schadstoffbelastung Ihrer Umwelt


Die Europäische Kommission und die Europäische Umweltagentur (EUA) haben heute den Startschuss für das Europäische Schadstoffemissionsregister (EPER) gegeben, das erstmals europaweit erfasst, wie groß die Belastung von Luft und Wasser durch die Industrie ist. Zum ersten Mal sind detaillierte Informationen über die Schadstoffemissionen von gut 10.000 Großindustrieanlagen in der EU und Norwegen öffentlich über das Internet zugänglich (www.eper.cec.europa.eu). Mit dem EPER können die europäischen Bürger ihr ‚Recht auf Wissen' wahrnehmen, indem sie zum Beispiel nachsehen können, wie hoch die Schadstoffbelastung durch Großanlagen in ihrer direkten Umgebung ist, und diese Werte mit der Situation in anderen Teilen Europas vergleichen. Unternehmen können sich mit der Konkurrenz messen und Wissenschaftler, Versicherungsunternehmen, Kommunalbehörden und politische Entscheidungsträger haben jetzt ihrerseits solide Daten, auf deren Grundlage sie erkennen können, welche Optionen sich zur effizienten Reduzierung der Industrieschadstoffe anbieten.


Das für Umwelt zuständige Kommissionsmitglied Margot Wallström meinte hierzu: "Die Menschen haben das Recht zu wissen, wie verschmutzt ihre Umwelt wirklich ist, da dies direkt ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität beeinträchtigt. Eine der wichtigsten Aufgaben der Kommission ist es zu fordern, dass die Menschen informiert werden. Das neue Register stellt den Menschen diese Informationen zur Verfügung, so dass sie die Auswirkungen unterschiedlicher Industriezweige auf die Umwelt in unterschiedlichen Orten und Regionen vergleichen können. Mit diesem Wissen können sie auf Politik und Industrie Druck ausüben -- die Informationen geben ihnen Macht und sind der Schlüssel für ihre Einbeziehung in den Umweltschutz." Die Professorin Jacqueline McGlade, Direktorin des EUA ergänzt: "Das EPER ist ein Meilenstein bei der Bereitstellung von Informationen für die europäische Öffentlichkeit über ihre direkte Umgebung. Die Europäische Umweltagentur hat die Absicht, hierauf aufzubauen und bis 2008 ein umfangreiches Internetportal bereitzustellen, das regionale und ausgewählte lokale Umweltinformationen über das gesamte Gebiet der 31 Mitgliedstaaten der Agentur zur Verfügung stellt."


Was ist EPER?


EPER 2004, das Europäische Schadstoffemissionsregister, ist das erste europaweite Register zur Erfassung der Schadstoffbelastungen von Luft und Wasser durch große und mittelgroße Industrieanlagen unter Einbeziehung großer Schweine- und Geflügelhaltungsbetriebe. Erfasst werden 50 verschiedene Schadstoffe und Daten aus allen Mitgliedstaaten sowie aus Norwegen, das sich freiwillig daran beteiligt. Ab März werden auch Daten aus Ungarn einfließen, die ebenfalls auf freiwilliger Basis bereitgestellt werden.


Die EPER-Webseite, in die alle übermittelten Daten eingegeben werden, wird von der EUA in Kopenhagen verwaltet. In enger Zusammenarbeit mit der Kommission hat die EUA die Erhebung der Daten für das EPER aus den Mitgliedstaaten, Norwegen und Ungarn abgewickelt und war maßgeblich an der Konzeption und der Entwicklung der Webseite beteiligt.


Das EPER kann von jedem über www.eper.cec.europa.eu abgerufen werden und ermöglicht folgende Recherchen:

  • Emissionen bestimmter Industrieanlagen anhand ihres Namens, ihrer Postleitzahl, Anschrift oder einfach aufgrund ihres Standorts (Kartensuche)
  • Unternehmen bestimmter Länder oder eines bestimmten Tätigkeitsbereichs
  • Emissionen anhand der Bezeichnung der Schadstoffe
  • Suche anhand einer Kombination dieser Angaben. Jeder kann sich selbst einen Überblick über die Schadstoffbelastung durch bestimmte Tätigkeiten, in einem bestimmten Land oder in der EU insgesamt verschaffen.
Das EPER liefert auch wertvolle Informationen über jeden erfassten Schadstoff und dessen allgemeine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt.


So zeigt das EPER zum Beispiel, dass 3.029 große Schweine- und Geflügelhaltungsbetriebe für 78 % der Ammoniakemissionen in die Luft verantwortlich sind. Ammoniak ist ein äußerst übel riechendes Gas, das bereits in sehr geringen Luftkonzentrationen feststellbar ist. Hohe lokale Konzentrationen von Ammoniak sind giftig und können die Vegetation beeinträchtigen.


Quecksilber, das nach der Wasserrahmenrichtlinie als besonders gefährlicher Stoff gilt, wird zu 53 % von der Chemieindustrie, zu 17 % von der metallverarbeitenden Industrie und zu 7 % von der Zellstoff- und Papierindustrie in das Wasser abgegeben. Was die Quecksilberemissionen in die Luft anbelangt, so ist die energieerzeugende Industrie der größte Verschmutzer, gefolgt von der metallverarbeitenden Industrie und der Chemieindustrie.


Wem nutzt das EPER?


Jedem nutzen die EPER-Daten. Bürger können selbst nachsehen, welche Schadstoffe die Unternehmen in ihrer unmittelbaren Umgebung abgeben und sie mit den Emissionen anderer Unternehmen in anderen Städten, sogar in anderen europäischen Ländern vergleichen. Damit können sie Fragen über die Schadstoffmengen, die Risiken und etwaige emissionsverringernde Maßnahmen stellen.


Unternehmen können nachsehen, was die europaweite Konkurrenz macht, ihre Anstrengungen in Sachen Umweltbilanz erhöhen und der Öffentlichkeit zeigen, wie sie sich engagieren.


Wissenschaftlern, Versicherungsunternehmen, kommunalen Behörden und politischen Entscheidungsträgern steht eine gute Datengrundlage über die Schadstoffbelastungen zur Verfügung. So ist es jetzt zum Beispiel möglich, die Emissionen eines einzelnen Sektors mit dem Schadstoffausstoß anderer Industriesektoren zu vergleichen. Dies ist eine Entscheidungshilfe bei der Wahl einer möglichst kosteneffizienten Emissionsreduzierung.


Woher kommt das EPER?


Die Kommission unterstützt die Bereitstellung von Umweltinformationen für Bürger und deren Beteiligung am Umweltschutz schon seit langem. 1990 gewährte sie mit der Richtlinie über den Zugang der Öffentlichkeit zu Umweltinformationen den Bürgern Zugang zu den Daten kommunaler Behörden.


Die Idee für den Aufbau eines Emissionsinventars entstand auf dem Weltgipfel in Rio de Janeiro 1992 und wurde von der OECD unterstützt. 1996 entstand daraus mit der Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung (IVU-Richtlinie) eine EU-Vorschrift, in der festgelegt wurde: "Die Kommission veröffentlicht alle drei Jahre ein Verzeichnis der wichtigsten Emissionen und ihrer Quellen anhand der von den Mitgliedstaaten übermittelten Informationen."


Bis zum Jahr 2000 wurden alle notwendigen Einzelheiten ausgearbeitet und in die Entscheidung der Kommission über den Aufbau des EPER (2004/479/EG) aufgenommen.


Nächste Schritte


In diesem Sommer wird die Kommission eine Übersicht und eine Bewertung darüber vorlegen, inwieweit die Daten von den Mitgliedstaaten termingerecht und in geeigneter Qualität vorgelegt wurden. Es zeigt sich bereits jetzt, dass die EPER-Daten für einige Schadstoffe und Länder nicht vollständig sind, vor allem zu den Schweine- und Hühnerhaltungsbetrieben, den Deponien, zur Metalloberflächenbearbeitung und zu den Industrieableitungen in kommunale Abwassersysteme.


Die Kommission wird das EPER stetig verbessern, weiterentwickeln und aktualisieren. Die nächsten Schritte bestehen darin, die EPER-Webseite in alle Amtssprachen der EU zu übersetzen und in Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen Forschungsstelle, dem ISPRA und der EUA farbige Satellitenbilder der Gebiete im Umfeld der Industrieanlagen bereitzustellen. Bislang liegen diese Bilder für einige Länder nur in schwarzweiß vor.


Die EU beabsichtigt ferner, im Rahmen des Århus-Übereinkommens das UN-ECE-Protokoll zu Registern über die Freisetzung und Verbringung von Schadstoffen (PRTR) zu ratifizieren. Im Ergebnis wird das EPER zu einem alles umfassenden europäischen PRTR weiterentwickelt, wodurch der Öffentlichkeit noch mehr Informationen zur Verfügung stehen - zum Beispiel darüber, wie die Unternehmen mit ihrem Abfall umgehen. Die Kommission beabsichtigt, einen Vorschlag für eine Verordnung über den Aufbau des europäischen PRTR in diesem Sommer vorzulegen.


Im Rahmen der Kommissionsentscheidung über das EPER müssen die Mitgliedstaaten die Daten alle drei Jahre aktualisieren, so dass die nächste Aktualisierung 2006 fällig ist. Bis dahin sind dann auch alle neuen Mitgliedstaaten eingebunden.


Weitere Informationen


Für TV-Journalisten steht kostenlos und frei von Urheberrechten unter http://www.tvlink.org/env/en/video/frame.htm ein achtminütiges Video mit dem Titel "EPER - Engine for Change" zur Verfügung.


Die EPER-Webseite und die Kommissionsentscheidung 2000/479/EG können unter der Webseite www.eper.cec.europa.eu abgerufen werden.


Über die EUA


Die Europäische Umweltagentur ist die Hauptinformationsquelle der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten für die Entwicklung von Umweltpolitiken. Die Agentur setzt ihre Bemühungen daran, durch die rechtzeitige Bereitstellung von sachdienlichen und zuverlässigen themenspezifischen Informationen für Entscheidungsträger und für die breite Öffentlichkeit eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und zu einer deutlichen, messbaren Verbesserung in der Umwelt Europas beizutragen. Die EUA wurde im Jahre 1990 von der EU in Kopenhagen eingerichtet und hat 1994 ihre Tätigkeit aufgenommen; sie ist der zentrale Knotenpunkt des Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes (Eionet), eines Netzes von etwa 300 Einrichtungen in ganz Europa, mit deren Hilfe es umweltbezogene Daten und Informationen sammelt und verbreitet.


Die Agentur, die allen Nationen mit der gleichen Zielsetzung offen steht, hat gegenwärtig 31 Mitgliedsländer. Diese sind die 15 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein, die Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums sind; ferner die 13 beitretenden bzw. beitrittswilligen Länder, nämlich Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowenien, die Slowakische Republik, die Tschechische Republik, die Türkei, Ungarn und Zypern. Die EUA hat als erste Einrichtung der EU die beitretenden und beitrittswilligen Länder aufgenommen. Auch mit der Schweiz werden Verhandlungen über eine EUA-Mitgliedschaft geführt.



For further information, please contact

Ewa Hedlund
European Commission
Tel. (32) (0) 2 299 1223
E-mail :ewa.hedlund@cec.europa.eu

Lone Mikkelsen
European Commission
Tel. (32) (0) 2 296 0567
E-mail :lone.mikkelsen@cec.europa.eu



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