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Neues webgestütztes überwachungssystem für Luftverunreinigungen

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Ozone Web, ein neues Internetwerkzeug, das heute von der Europäischen Umweltagentur (EUA) in Kopenhagen freigeschaltet wurde, bietet den Nutzern erstmals die Möglichkeit, bodennahe Ozonwertüberschreitungen europaweit zu beobachten und zu verfolgen.

Pressemitteilung der EUA

Neues webgestütztes überwachungssystem für Luftverunreinigungen


Nutzer können Ozonwerte in ganz Europa verfolgen

Ozone Web, ein neues Internetwerkzeug, das heute von der Europäischen Umweltagentur (EUA) in Kopenhagen freigeschaltet wurde, bietet den Nutzern erstmals die Möglichkeit, bodennahe Ozonwertüberschreitungen europaweit zu beobachten und zu verfolgen.

Bodennahes Ozon stellt eines der vordringlichsten Luftverunreinigungsprobleme in Europa dar. Mehr als 500 überwachungsstationen zur Kontrolle der Luftqualität senden stündlich Daten an die EUA in Kopenhagen, die dann (nahezu) in Echtzeit auf der neuen Website veröffentlicht werden.

Durch Eingabe eines Ortsnamens oder einen Klick auf eine Europakarte lässt sich die Luftqualität sowohl lokal als auch europaweit verfolgen. Auf der Website erfährt der Nutzer auch, wie sich die aktuellen Ozonwerte auf die Gesundheit auswirken.

„Als gemeinsames europäisches Projekt spiegelt Ozon-Web den internationalen Charakter der Luftverschmutzung wider, deren Auswirkungen manchmal Hunderte Kilometer vom Ort ihres Entstehens zu spüren sind. Die Website ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie die EU Partnerschaften mit Mitgliedstaaten zum Wohl und Vorteil ihrer Bürger eingehen kann“, meint Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA.

In hohen Konzentrationen ist Ozon eine Gefahr für die Gesundheit. Es verursacht Reizungen der Luftwege und Atembeschwerden und schädigt bereits nach wenigen Stunden der Exposition die Lungen. Bis zu 30 % der europäischen Stadtbevölkerung sind Ozonkonzentrationen ausgesetzt, die über den von der EU festgelegten Grenzwerten liegen. Durch die Ozonverschmutzung sterben jährlich in Europa bis zu 20 000 Menschen.

In der Stratosphäre, also 10 bis 50 km über der Erdoberfläche, schützt Ozon das Leben auf der Erde vor der ultravioletten Strahlung der Sonne. Dichter an der Erdoberfläche verursachen die Aktivitäten des Menschen Ozonkonzentrationen, die um ein Vielfaches über den natürlichen Werten liegen.

Bei hohen Konzentrationen von Ozon und anderen Luftschadstoffen wie Stickstoffoxiden (NOx) und Feinstaub können diese schädlichen Smog bilden. Die höchsten Ozonkonzentrationen treten jedoch nicht immer in den Stadtzentren auf, wo die Ozon bildenden Schadstoffe gewöhnlich freigesetzt werden. Das liegt daran, dass die verkehrsbedingte hohe Konzentration von Stickstoffoxiden häufig die Ozonbildung unterdrückt. Da der Wind Ozon an einem Tag 400--500 km weit transportieren kann, können Ozonwertüberschreitungen in Vorstädten und ländlichen Gebieten weit entfernt von der Schadstoffquelle auftreten.

„Die EU hat die Mitgliedstaaten verpflichtet, ihre Bürger auf einzelstaatlicher Ebene zu warnen, sobald die Ozonkonzentrationen bestimmte Werte erreichen. Ozone Web leistet jedoch wesentlich mehr, denn es ermöglicht eine Ozonüberwachung rund um die Uhr und von jedem beliebigen Ort. Man kann die Ozonwerte in einem Nachbarland oder am Urlaubsort beobachten, neue Tendenzen überprüfen und die windbedingte Ausbreitung von Ozon über ganz Europa verfolgen“, erklärt Professor McGlade.

Hinweise für die Redaktion:

Nutzer können sich einfach in Ozone Web einloggen (über die EUA-Website: www.eea.europa.eu/maps/ozone).

Ozonepisoden im Jahr 2005

Im Sommer 2005 traten die wichtigsten Ozonepisoden in Europa zwischen dem 21. und 24. Juni und dem 14. und 17. Juli auf. In dieser Zeit wurden europaweit viele überschreitungen des Grenzwertes gemeldet. Die Ozonepisode betraf einen Großteil Europas, darunter österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, die Niederlande, Portugal, Rumänien, Slowenien und die Schweiz.

über die Europäische Umweltagentur (EUA):

über die Europäische Umweltagentur (EUA): Die EUA hat ihren Sitz in Kopenhagen. Die Agentur hat sich zum Ziel gesetzt, durch die zeitnahe übermittlung von zielgerichteten, wichtigen und zuverlässigen Informationen an Entscheidungsträger und die öffentlichkeit zu einer maßgeblichen und messbaren Verbesserung der Umwelt Europas beizutragen.

Ansprechpartner:

Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an:

Mark Grundy
Telefon: +45 33 36 72 07
Mobil: +45 23 68 36 75

For public enquiries:

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Für alle anderen Anfragen: EEA Forum

Europäische Umweltagentur (EUA)
Kongens Nytorv 6
1050 Kopenhagen K
Dänemark
Telefon: +45 3336 7100