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Wasser und menschliche Aktivitäten gemeinsam managen

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Flusseinzugsgebiete, Seen, Auen und Moore überschreiten oft politische und administrative Grenzen. Daraus entstehen Herausforderungen für die Bewirtschaftung der europäischen Wasserressourcen. In einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) wird daher eine bessere Integration von koordinierter Raumplanung und Wasserwirtschaft empfohlen.
Industriepark Höchst, Main

Industriepark Höchst, Main  Image © Norbert Nagel

Der Bericht "Territoriale Kohäsion und Wasserwirtschaft in Europa: Die räumliche Perspektive" befasst sich mit der grundlegenden Tatsache, dass Flussgebiete und die verschiedenen verwalteten Regionen oft unterschiedliche Grenzen haben, was zu einem Ungleichgewicht zwischen Raumplanung und Wasserwirtschaft führt. Das Herzstück der EU-Wasser-Gesetzgebung, die Wasser-Rahmenrichtlinie, die durch die so genannten „River Basin Management Plans“ (Flusseinzugs-Bewirtschaftungspläne) umgesetzt wird, berücksichtigt dieses Element. Trotzdem sollte Wasser Bewirtschaftung noch stärker in die Raumplanung integriert werden, fordert der Bericht. Dies würde der Planung einen strategischen Fokus verleihen und Entscheidungen, die Wasserressourcen beeinträchtigen deutlich hervorheben.

In der derzeitigen Situation können Kosten auf diejenigen entfallen, die keine Vorteile durch die Wassernutzung haben – so kann zum Beispiel Wasser durch Landwirtschaft verschmutzt werden, die Verschmutzung wird sich jedoch erst in einem weiter flussabwärts gelegenem Territorium auswirken. Genauso können Vorteile außerhalb eines bestimmten Territoriums entstehen, obwohl die dortigen Nutzer sich nicht an den Kosten beteiligt haben. Ein Beispiel dafür sind Wälder in einem Territorium, die Hochwasser in einem flussabwärts gelegenen Territorium regulieren.

Gewässer sind in vielen Teilen Europas durch multiple Anforderungen unter Druck, einschließlich Anforderungen aus Tourismus, Industrie, Landwirtschaft, Energie, Verkehr und öffentlicher Versorgung. Ein kürzlich veröffentlichter EUA-Bericht zeigt auf, dass die Natur ebenfalls Wasser benötigt, um ihre "Ökosystemleistungen" zu erbringen, die wiederum die europäische Wirtschaft unterstützen, zum Beispiel bei der Wasserreinigung, Bodenrückhaltevermögen und Nahrungsmittelproduktion. Durch die Integration von Flussbecken-Bewirtschaftung und Raumplanung, können die direkten und indirekten menschlichen Anforderungen besser abgewogen werden.

Und nicht nur menschliche Interessen sollten berücksichtigt werden. Etwa 250 Makrophytenarten und 250 Fischarten leben in europäischen Binnen-Gewässern und eine beträchtliche Anzahl von Vögeln, Fischen und Säugetieren sind von Feuchtgebieten für ihren Fortbestand und Nahrung abhängig. Sie alle benötigen ausreichend Wasser, um zu überleben. Darüber hinaus brauchen viele Arten Gewässer in ihrem "natürlichen" Zustand - zum Beispiel zahlreiche Fischarten für ihre ununterbrochenen Wanderrouten.

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1050 Kopenhagen K
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