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Umweltsteuern auf Gesteinsmaterial in der EU: auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bauwirtschaft

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Umweltsteuern auf Baustoffe können nach einem heute von der Europäischen Umweltagentur vorgelegten Bericht ein wesentliches Element sein, um mehr Nachhaltigkeit in diesem Sektor zu erreichen. Die Studie untersucht die Besteuerungssysteme für Abbauaktivitäten in der Tschechischen Republik, Italien, Schweden und dem Vereinigten Königreich mit Schwerpunkt auf einem Industriezweig mit einem Volumen von 15,2 Mrd. EUR , der wichtige Materialien für den Bausektor herstellt.

Der Industriezweig Gesteinsmaterial trägt maßgeblich zu Europas Wirtschaft bei. Jedes Jahr werden drei Milliarden Tonnen Sand, Kies, Schotter und Splitt auf den Markt gebracht.

Die Abbauaktivitäten haben erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, da das Material im übertägigen Abbau, etwa in Steinbrüchen oder Gruben, direkt aus dem Boden gewonnen wird. Von noch größerer Bedeutung ist, dass der Abbau von Gesteinsmaterial die Landschaft maßgeblich verändern und die Grundwasserreserven beeinträchtigen kann. Hinzu kommen damit verbundene Auswirkungen in Bezug auf den Energieverbrauch durch den Abbau und Transport solcher Materialien.

Die Studie bestätigt zwar, dass die Möglichkeit besteht, die Besteuerung im Bereich der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen auf andere Sektoren auszuweiten, bringt aber gleichzeitig zum Ausdruck, dass die vier in dem Bericht untersuchten Länder damit gemischte Ergebnisse erzielt haben. Italien und die Tschechische Republik lieferten wenig Hinweise auf eine Verbesserung der Landschaft durch die Einführung der Steuer, während Schweden die Nachfrage nach natürlichem Kies, einer unschätzbaren Ressource zur Gewährleistung der Qualität des Grundwassers, erfolgreich verringern konnte.

Der Industriezweig Gesteinsmaterial trägt maßgeblich zu Europas Wirtschaft bei. Jedes Jahr werden drei Milliarden Tonnen Sand, Kies, Schotter und Splitt auf den Markt gebracht.

Die Abbauaktivitäten haben erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, da das Material im übertägigen Abbau, etwa in Steinbrüchen oder Gruben, direkt aus dem Boden gewonnen wird. Von noch größerer Bedeutung ist, dass der Abbau von Gesteinsmaterial die Landschaft maßgeblich verändern und die Grundwasserreserven beeinträchtigen kann. Hinzu kommen damit verbundene Auswirkungen in Bezug auf den Energieverbrauch durch den Abbau und Transport solcher Materialien.

Die Studie bestätigt zwar, dass die Möglichkeit besteht, die Besteuerung im Bereich der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen auf andere Sektoren auszuweiten, bringt aber gleichzeitig zum Ausdruck, dass die vier in dem Bericht untersuchten Länder damit gemischte Ergebnisse erzielt haben. Italien und die Tschechische Republik lieferten wenig Hinweise auf eine Verbesserung der Landschaft durch die Einführung der Steuer, während Schweden die Nachfrage nach natürlichem Kies, einer unschätzbaren Ressource zur Gewährleistung der Qualität des Grundwassers, erfolgreich verringern konnte.

Der Bericht, der heute auf der 16. Jahrestagung der European Association of Environmental and Resource Economists (Eaere) in Göteborg in Schweden vorgelegt wurde, belegt ferner, dass Steuern Innovation fördern und Forschung und Entwicklung unterstützen können im Streben nach Ausgewogenheit zwischen Wirtschaftswachstum und dem Schutz von Umwelt und Gesundheit.

Der Bericht stellt fest, dass die Einführung von Umweltsteuersystemen dazu beiträgt, die Qualität und Zuverlässigkeit der Abbaudaten zu verbessern, die anschließend herangezogen werden können, um Veränderungen bei der Bewirtschaftung von Abbaustätten herbeizuführen. Im Vereinigten Königreich etwa gibt die Steuer auf Baurohstoffe dem Sektor mehr Sicherheit bei der Materialbeschaffung, da ein Teil der Steuereinnahmen dazu verwendet wurde, die Entwicklung von Qualitätsstandards für wiederaufbereitetes Gesteinsmaterial zu unterstützen.

Im Rahmen politischer Strategien wirken Steuern besser

Weitere Belange, die in dem Bericht „Effectiveness of environmental taxes and charges for managing sand, gravel and rock extraction in selected EU countries“ hervorgehoben wurden, umfassen unter anderem die Notwendigkeit, Steuerverzerrungen bei grenzüberschreitenden Sachverhalten zu vermeiden. Koordinierung ist unerlässlich, um einen übermäßigen Abbau in Regionen zu verhindern, deren Steuersysteme eine niedrigere oder gar keine Besteuerung vorsehen, wie die Studie betont. Darüber hinaus müssen Steuern nach Aussage des Berichts im Rahmen einer politischen Strategie eingesetzt werden, um effektivere ökologische Verbesserungen zu gewährleisten.

In den letzten Jahren hat die EUA mehrere Berichte zur Bewertung der Wirksamkeit von Politiken veröffentlicht und sich verstärkt mit der Erforschung der Verknüpfung zwischen den Bedürfnissen der Gesellschaft und den endgültigen Auswirkungen von Politiken befasst.

Weitere Informationen

 

[1] Laut Eurostat belief sich die Bruttowertschöpfung von Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden ohne Brennstoffe in der EU-27 im Jahr 2003 auf 15,2 Mrd. EUR. Die Bruttowertschöpfung ist die Differenz zwischen Produktionswert und Vorleistungen für einen beliebigen Sektor/Industriezweig. Darunter ist der Unterschied zwischen dem Wert der produzierten Güter und Dienstleistungen und den Kosten für Rohstoffe und andere Produktionsfaktoren zu verstehen, die bei der Produktion verbraucht werden.

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Europäische Umweltagentur (EUA)
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1050 Kopenhagen K
Dänemark
Telefon: +45 3336 7100