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Invasive Arten - wachsendes Problem für Gesundheit und Ökosysteme

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Invasive gebietsfremde Arten (Invasive Alien Species) sind ein größeres Risiko als bisher angenommen und können weitreichende negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, Ökosystemleistungen und auf die menschliche Gesundheit haben. Das zeigt ein neuer Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA), an dem auch Umweltbundesamt-Experten mitgearbeitet haben.

In Europa sind derzeit mehr als 10.000 gebietsfremde Arten verbreitet und es werden immer mehr. Mindestens 15 % dieser Arten gelten als invasiv und ziehen negative Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft nach sich.

Einer der Hauptgründe für die Einführung gebietsfremder Arten nach Europa war und ist der Gartenbau, andere Arten wiederum kamen durch Landwirtschaft, Jagd, Fischerei oder als Haustiere auf den Kontinent. Aber auch unabsichtlich werden Arten verschleppt – zum Beispiel die Zebramuschel, die durch das Ballastwasser von Schiffen, entlang der europäischen Binnenwasserstraßen und durch unzureichend gereinigtes Boots- und Angelmaterial in europäische Seen gelangte. Durch den globalen Handel und Tourismus in den letzten Jahrzehnten wurde die Einführung gebietsfremder Arten zusätzlich erleichtert und beschleunigt. Auch der Klimawandel könnte zukünftig gebietsfremden Arten bei der Ausbreitung zu Gute kommen, so der Bericht.

Auswirkungen auf Ökosysteme, biologische Vielfalt und Gesundheit

Biologische Invasionen zählen neben Lebensraumverlust, -zerschneidung und Klimawandel zu den bedeutendsten Ursachen des Biodiversitätsverlustes. Von den 395 in Europa heimischen Arten, die von der IUCN auf der Roten Liste der gefährdeten Arten in der Kategorie als „Vom Aussterben bedroht“ geführt werden, sind 110 durch gebietsfremde Arten gefährdet. Gebietsfremde Arten können durch Konkurrenz, Raubdruck und Übertragung von Krankheitserregern oder Parasiten eine Bedrohung der ursprünglichen biologischen Vielfalt darstellen. So sind zum Beispiel die europäischen Edelkrebse durch die Krebspest, eine Pilzinfektion, die durch amerikanische Flusskrebse übertragen wird, in den letzten Jahrzehnten deutlich dezimiert worden. Der Böhmische Staudenknöterich, ein Hybrid von zwei aus Asien eingeschleppten Staudenknötericharten, vermehrt sich rascher als seine Eltern und als viele andere Pflanzen in seiner Umgebung. Dadurch kann er heimische Arten verdrängen und das Gleichgewicht in unterschiedlichen Ökosystemen verändern.

Für Menschen sind gebietsfremde Arten insbesondere dann gefährlich, wenn sie Krankheiten übertragen, wie zum Beispiel der Asiatische Tigermoskito. Diese ursprünglich in Asien verbreitete Moskitoart wird mit 20 Krankheiten, darunter auch Gelbfieber, in Verbindung gebracht und ist bereits in südeuropäischen Ländern, u.a. in Italien, verbreitet. Begünstigt durch den Klimawandel könnte sie in den nächsten Jahrzehnten auch weiter im Norden gute Überlebensbedingungen vorfinden. Vom Klimawandel profitiert auch die Ambrosie, eine Pflanze mit hoch allergenen Pollen, die ursprünglich aus Nordamerika stammt und vor allem mit Vogelfutter eingeführt wurde.

Die wirtschaftlichen Schäden durch gebietsfremde Arten werden europaweit auf mindestens 12 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Mehr dazu im EEA-Bericht Impacts of invasive alien species.

(Übersetzung und Veröffentlichung: Europaticker)

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